Restaurantbesucher müssen sich auf weiterhin steigende Preise einstellen. Zum Ende des Jahres läuft die vorübergehende Senkung der Mehrwertsteuer auf Speisen von 19 auf sieben Prozent aus. Die Gastronomie protestiert dagegen. In einem Schreiben des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga), das dem Business Insider vorliegt, fordern Verbandsvertreter die Beibehaltung des niedrigen Steuersatzes.

Man sehe sich weiterhin mit „enormen Kostensteigerungen bei Lebensmitteln, Energie und Gehältern“ konfrontiert und müsse pandemiebedingte Kredite tilgen. Zudem erhielten die Mitarbeiter zum 1. Oktober einen höheren Mindestlohn von zwölf Euro pro Stunde – auch dies würde für eine Steigerung der laufenden Kosten sorgen. Durch gestiegene Lebensmittel- und Energiepreise ist das Essengehen in Deutschland bereits jetzt schon deutlich teurer geworden.

Um den Umsatzverlust der Gastronomen während der Corona-Pandemie abzufedern, entschied sich die alte Bundesregierung, von Juli 2020 an die Mehrwertsteuer auf sieben Prozent zu senken. Auf Speisen mussten die Lokalbetreiber nur fünf Prozent Mehrwertsteuer an den Staat abführen, auf Getränke 16 statt 19 Prozent.

Die bayerische Landesregierung versuchte, die Mehrwertsteuersenkung dauerhaft zu verankern. Allerdings scheiterte der Vorstoß. Nun startet die CDU/CSU-Fraktion im Bundestag einen weiteren Anlauf, die Mehrwertsteuer dauerhaft zu senken. Der Antrag der Unionsfraktion liegt inzwischen im Finanzausschuss.