Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU).  
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BerlinDie im Streit um das Berliner Antidiskriminierungsgesetz getroffene Vereinbarung zwischen Berlin und dem Bundesinnenministerium ist nach Ansicht der Gewerkschaft der Polizei (GdP) „sehr bedenklich“. Innenminister Seehofer hatte am Donnerstag gesagt, dass auswärtige Polizeikräfte in Berlin eingesetzt werden können, sobald die vereinbarte schriftliche Klarstellung vorliegt, dass Berlin keine Rückgriffs- oder Freistellungsansprüche gegenüber dem Bund oder einzelnen Unterstützungskräften geltend macht. 

Berlins Innensenator hatte diese schriftliche Zusicherung zugesagt. GdP-Landeschef Cioma:„ Wir fragen uns allerdings, wer oder was den Innensenator zu einer derartigen Vereinbarung legitimiert und ob sie rechtmäßig ist.“

Landeschef Norbert Cioma teilte am Freitag mit, er fordere eine „Gleichbehandlung der Berliner Beschäftigten". Die mit „dem Bund und anderen Ländern getroffenen Regelungen müssen auch für all meine Berliner Kolleginnen und Kollegen gelten“, so Cioma.