Geburtsanzeigen können ab dem kommenden Jahr auch digital übermittelt werden. Wie das Innenministerium am Mittwoch mitteilte, beschloss die Bundesregierung einen von Innenministerin Nancy Faeser (SPD) vorgelegten Gesetzesentwurf zur Änderung personenstandsrechtlicher Vorschriften. Danach sind ab dem 1. Januar 2023 bestimmte Verwaltungsleistungen im sogenannten Personenstandsrecht auch digital anzubieten.

Laut Innenministerium soll das Gesetz die rechtlichen Grundlagen dafür schaffen, dass künftig viele Anzeigen auch digital erfolgen können. Der Gang zum Standesamt kann dann entfallen. So können zum Beispiel Geburtsanzeigen künftig statt durch persönliches Vorsprechen auf dem Amt auch digital übermittelt werden.

Standesamt kann Daten von anderem Standesamt abrufen

Gleichzeitig wird ein automatisierter Datenaustausch zwischen den Standesämtern ermöglicht. Wo dem Standesamt bislang Nachweise in Form von Urkunden eines anderen Standesamts vorgelegt werden müssen, kann das Amt künftig die erforderlichen Angaben selbst abrufen.

„Unser Gesetzentwurf ist ein weiterer Baustein auf dem Weg zu einer digitalen Verwaltung“, erklärte Faeser. Mit der digitalen Geburtsanzeige würden die Nerven junger Eltern geschont und ihnen zeitraubende Behördengänge erspart werden.