Berlin - Am Berliner Weißen See verdirbt derzeit eine große Menge an Glasscherben Besuchern und Tieren den Badespaß. Der Strandbad-Betreiber Alexander Schüller hat vor der aktuell hohen Verletzungsgefahr gewarnt. „Jeden Tag müssen wir mindestens ein halbes Dutzend Mal erste Hilfe leisten“, sagt Schüller gegenüber der Berliner Zeitung.

An manchen Tagen, insbesondere bei hohen Temperaturen am Wochenende, hätten sich schon an die 20 Menschen an einem Tag verletzt. „Morgens um 10 Uhr saß bereits der erste blutende Parkbesucher vor der Tür. Das ging dann den ganzen Tag so weiter.“, so Schüller weiter. „Einem Mann war der Zeh so aufgeschlitzt, dass er in der Mitte geteilt war.”, berichtet er. Für Kinder und Hunde sei die Gefahr besonders groß. Eine Anzeige gegen Unbekannt sei schon eingereicht worden.

Hinweisschilder und Absperrband warnen Besucher vor der Gefahr

„Als ob jemand nachts mit dem Eimer kommt und Scherben ausschüttet“, beschreibt demnach ein Anwohner die gefährliche Lage. Schüller und seine Mitarbeiter würden demnach mit dem Einsammeln von Scherben und Glasflaschen kaum hinterherkommen. Inzwischen hat der Strandbad-Betreiber Warnschilder und sogar Absperrband am See angebracht. 

Als Verursacher. für die Verschmutzung nennt Schüller große Menschengruppen, die abends am See ausgelassen feiern und trinken. Das Bezirksamt hat nun die Einsatzzeiten der Parkläufer geändert. Diese sollen künftig statt von 10 bis 16 Uhr zwischen 12 und 22 Uhr patrouillieren.