PotsdamErstmals in diesem Jahr ist in einer Nutztierhaltung in Brandenburg der Geflügelpesterreger H5N8 nachgewiesen worden. In der Haltung mit gut 50 Tieren im Landkreis Spree-Neiße waren erhöhte Verluste aufgetreten, teilte das Verbraucherschutzministerium am Dienstag mit. Der Bestand sei sofort durch das zuständige Veterinäramt gesperrt und untersucht worden. Das Landeslabor Berlin-Brandenburg hatte den Subtyp nachgewiesen, das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) bestätigte den Verdacht.

Seit im Oktober die Seuche wieder verstärkt bei Wildvögeln und auch in Nutzbeständen in den benachbarten Bundesländern und europaweit aufgetreten sei, sei Brandenburg in Alarmbereitschaft, sagte die Staatssekretärin für Verbraucherschutz, Anna Heyer-Stuffer. Die Ursache für die Infektion sei noch unklar.

Geflügel auf dem betroffenen Hof getötet

Alle erforderlichen Maßnahmen zur Eindämmung und Bekämpfung der Geflügelpest sind nach den Angaben eingeleitet worden. Ein Sperrbezirk im Radius von drei Kilometern und ein Beobachtungsgebiet im Radius von zehn Kilometern um den Hof wurden eingerichtet. Das Geflügel auf dem Hof wurde auf Anordnung des Veterinäramtes getötet und unschädlich beseitigt.

Das Geflügelpestvirus war in diesem Herbst bisher bei vier Wildvögeln im Land nachgewiesen worden. Das Ministerium hatte Mitte Dezember Stallpflicht angeordnet. Infektionen bei Menschen mit dem Erreger wurden nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums bisher nicht bekannt.