Tesla-Chef Elon Musk steht erneut unter Druck: Das von ihm gegründete Start-up Neuralink hat angeblich eine Million Dollar an die US-amerikanische Universität UC Davis für Experimente mit Menschenaffen gezahlt. Dabei sollen 16 von 23 Tieren ums Leben gekommen sein. Die Tierschutzorganisation „Physicians Committee for Responsible Medicine“ (PCRM) klagt nun gegen Neuralink.

Der konkrete Vorwurf: „Die Universität hat nur einen winzigen Teil der von uns angeforderten Dokumente zur Verfügung gestellt, und die Akten, die wir gesehen haben, deuten darauf hin, dass Affen, die in den Experimenten verwendet wurden, Erbrechen, Krampfanfälle, Lähmungen, ‚tiefe Schmerzempfindungen‘ und die Unfähigkeit haben, sich selbst zu ernähren, zu stehen oder zu bewegen. Dennoch wurden alle tierärztlichen Aufzeichnungen der Tiere zurückgehalten.“

Vorwürfe: Extremes Leid, unzureichende Tierpflege

Wie The Daily Beast unter Berufung auf ein Beschwerdeschreiben der Tierrechtler an die US-Regierung berichtet, haben mindestens 23 Makaken in der Forschung an der UC Davis am angeblich von Neualink finanzierten Projekt teilgenommen. Viele – „wenn nicht alle“ – Affen sollen „extremes Leid durch unzureichende Tierpflege und die hochgradig invasiven experimentellen Kopfimplantate“ erlitten haben. Nur sieben Labor-Affen sollen Berichten zufolge überlebt haben.

Auf Twitter und im Interview mit dem Wall Street Journal hatte Musk vor wenigen Monaten angekündigt, dass die Gehirnchip-Tests 2022 auch am Menschen durchgeführt werden sollten. Die Experimente haben laut dem Tesla-Gründer das Ziel, „fehlerhafte/fehlende Neuronen durch Schaltkreise zu ersetzen“. So könnten viele neurologische Probleme gelöst werden, heißt es.

Musk indes widerspricht den Anschuldigungen des PCRM: Neuralink unternehme „große Anstrengungen, um die Tiere zu versorgen“. Und Musk dementiert: „Wir führen keine Forschungsarbeiten an der UC Davis durch – das ist eine fast ausschließlich staatlich finanzierte Einrichtung. Sie stellen uns eine kleine Anzahl von Makakenaffen zur Verfügung, und wir kümmern uns sehr gut um sie.“