München/Berlin - In Bayern ist ein Waffenhandelsring aufgeflogen, der offenbar eine Organisation aufbauen sollte, die der AfD nahesteht. Über den Fall berichtet die taz aktuell. Demnach waren mehrere der mutmaßlichen Täter entscheidend am Aufbau der Organisation beteiligt. Die „Patriotische Alternative“ sei eine Organisation, die offenbar „zunächst in Hessen als eine Art Förderverein zur Unterstützung des rechtsextremen ‚Flügels‘ der AfD um Björn Höcke entstanden war“, heißt es. Dies würden interne Papiere, elektronische Nachrichten sowie Aussagen der Beschuldigten und Zeugen belegen.

Zumindest teilweise sollten die Einkünfte aus den Waffenverkäufen dem „Aufbau eines bayerischen Landesverbandes der ‚Patriotischen Alternative‘ dienen“, schreibt die taz. Mutmaßlicher Kopf der kriminellen Vereinigung sei Alexander R., ein 48-jähriger ehemaliger Zollbeamter aus München, „der früher bei der NPD aktiv war und sich seit 2016 systematisch mit vielen rechtsextremen Organisationen vernetzt hat“. Er sei zudem Mitglied der AfD gewesen und sitze in Untersuchungshaft. Die Waffen sollen aus Kroatien nach Deutschland gelangt sein.