Fußball-Legende Horst Eckel soll zur großen Enttäuschung seiner Familie kein Ehrengrab in seinem pfälzischen Heimatort Vogelbach bekommen. Die Gemeinde Bruchmühlbach-Miesau begründet dies mit Geldsorgen. „Ich finde das sehr unschön, zumal wir uns ja um das Grab kümmern würden. Es geht mir einfach darum, dass Papa diese Würdigung bekommt, denn er hat ja für Vogelbach, für ganz Deutschland sehr viel getan“, sagte seine Tochter Dagmar Eckel der Deutschen Presse-Agentur.

Eckel war am 3. Dezember vergangenen Jahres im Alter von 89 Jahren als letzter Weltmeister der Mannschaft von 1954, die mit dem „Wunder von Bern“ einen historischen Erfolg schaffte, gestorben. Er wurde ein paar Tage später im Bruchmühlbach-Miesauer Teilort Vogelbach im Landkreis Kaiserslautern beerdigt. Eckel wäre am kommenden Dienstag (8. Februar) 90 Jahre alt geworden.

Eckel wurde in Vogelbach geboren und lebte auch zuletzt dort

„Aufgrund der erheblich defizitären Haushaltslage der Ortsgemeinde und der bestehenden strengen Haushaltsauflagen der Kommunalaufsicht wurde bisher – in keinem einzigen Fall – über die Zusicherung einer freiwilligen Leistung in Form eines ‚Ehrengrabes‘ beschlossen“, erklärte Bürgermeister Erik Emich auf Anfrage.

Eckels Tochter Dagmar will dafür kämpfen, dass ihr Vater doch noch ein Ehrengrab bekommt. Er ist im 1300-Einwohner-Dorf Vogelbach geboren und lebte dort auch zuletzt mit seiner Ehefrau Hannelore. Der Außenläufer war beim 3:2-Endspielsieg über Ungarn mit 22 Jahren der Jüngste in der Mannschaft des legendären Trainers Sepp Herberger und von Kapitän Fritz Walter.