Die Bundesregierung hat laut einem Pressebericht einer tschechischen Firma den Weiterverkauf von 58 Schützenpanzern aus früheren DDR-Beständen an die Ukraine erlaubt. Dies berichtete die Welt am Sonntag unter Berufung auf das Bundesverteidigungsministerium am Freitag. Der Zeitung zufolge handelt es sich um Schützenpanzer vom Typ PbV-501, die mit Kanonen und Maschinengewehren ausgerüstet sind und ursprünglich der Nationalen Volksarmee gehörten.

Die Schützenpanzer waren dem Bericht zufolge mit der Wiedervereinigung in den Besitz der Bundeswehr gelangt und von dieser Ende der 1990er-Jahre zunächst an die schwedische Armee abgegeben worden. Diese verkaufte sie später an eine tschechische Firma weiter, die nun ihrerseits den Verkauf an die ukrainische Armee anstrebt. Dafür war jedoch eine deutsche Genehmigung erforderlich.

Der Zeitung zufolge wird die Lieferung nicht sofort erfolgen, weil die Schützenpanzer zuvor noch instandgesetzt werden müssten. Dies werde einige Wochen dauern.

Wie die Welt am Sonntag weiter berichtet, hatte die vorherige Bundesregierung 2019 bereits einmal den Verkauf der Panzer an die ukrainische Armee abgelehnt. Auch damals habe die tschechische Firma einen Antrag an die Bundesregierung gestellt. Die Regierung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) habe sich aber auf die Linie festgelegt, keine Waffen in die Ukraine zu liefern, um den Dialog mit Russland nicht zu gefährden.