Die ukrainische Armee hat nach Angaben eines ranghohen Generals seit Beginn des russischen Angriffskriegs hohe materielle Verluste erlitten. „Bis heute haben wir infolge aktiver Gefechte schätzungsweise 30 bis 40, manchmal bis zu 50 Prozent Verluste bei der Ausrüstung“, sagte der Brigadegeneral Wolodymyr Karpenko dem US-Magazin National Defense. „Schätzungsweise 1300 Infanterie-Kampffahrzeuge, 400 Panzer und 700 Artilleriesysteme wurden verloren.“

Die Kämpfe in dem Krieg konzentrieren sich derzeit auf die ostukrainische Donbass-Region. Dramatisch ist die Lage vor allem in der strategisch wichtigen Stadt Sjewjerodonezk in der Region Luhansk, wo die russische Armee am Freitag erneut das Asot-Chemiewerk bombardierte. In dem Fabrikgelände befinden sich nach ukrainischen Angaben mehr als 560 Zivilisten, darunter 38 Kinder.

In der Region Donezk wurden nach Angaben des Regionalgouverneurs Pawlo Kyrylenko am Freitag vier Zivilisten durch russische Angriffe getötet, sechs weitere wurden demnach verletzt. Am Freitagmorgen hatte es in der südukrainischen Stadt Mykolajiw nach Behördenangaben zwei Tote und 20 Verletzte gegeben. Der Gouverneur der Region, Witalij Kim, erklärte, der russische Raketenangriff habe sich in einem Wohngebiet ereignet.