Anschlag geplant: Brandenburger Justiz klagt jungen Gefährder an

Der 18-jährige Deutsche steht im Verdacht, einen Sprengstoffanschlag geplant zu haben. Bei einer Durchsuchung seiner Räume fand die Polizei Chemikalien.

Polizisten betreten bei einer Razzia die Wohnung eines Verdächtigen (Archivbild). 
Polizisten betreten bei einer Razzia die Wohnung eines Verdächtigen (Archivbild). dpa/Paul Zinken

Wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat hat die Generalstaatsanwaltschaft Brandenburg nach einem Medienbericht Anklage gegen einen 18-Jährigen erhoben. Wie die Märkische Allgemeine Zeitung (Print/Samstag) berichtete, sei der Beschuldigte vor dem Jugendschöffengericht am Amtsgericht Potsdam angeklagt.

Das habe die Generalstaatsanwaltschaft in Brandenburg an der Havel bestätigt, hieß es. Die Behörde war am Samstag für Nachfragen nicht erreichbar. Der als Gefährder eingestufte Deutsche steht im Verdacht, einen Sprengstoffanschlag geplant zu haben.

Anfang Juni war der Verdächtige in Untersuchungshaft gekommen. Er soll sich sowohl Anleitungen zum Bau von Waffen, Munition und Sprengkörpern verschafft als auch erste Sprengversuche gemacht haben. Bei Durchsuchungen waren Anleitungen dafür sichergestellt worden. Die Straftaten sollen einen rechtsextremen Hintergrund haben. Wann der Prozess beginnt, war noch unklar.

18-Jähriger versuchte wohl Jugendliche zu mobilisieren

Die Ermittler waren schon einige Zeit zuvor auf der Spur des jungen Mannes aus Potsdam. In Sozialen Medien versuchte er nach einer Mitteilung der Behörden vom Sommer, vor allem Jugendliche für eine „Revolution gegen das System“ zu werben. Bereits im Juli 2021 hatte die Polizei bei der Durchsuchung von Räumen des Beschuldigten Chemikalien sowie eine Vielzahl den Nationalsozialismus verherrlichender Dinge gefunden, wie es hieß.