Berlin - FDP-Vizechef Wolfgang Kubicki trinkt gerne auch tagsüber mal ein Gläschen Wein. „Ich finde, man kann, wenn die Uhr zweistellig wird, schon mal ein Glas Wein trinken und sich daran freuen“, sagte Kubicki am Dienstag in einer TV-Sendung. Zweistellig wird die Uhrzeit um 10 Uhr.

Für den Bundestagsvizepräsidenten ist Weingenuss vor Anbruch des Abends ein Beispiel für südeuropäische Lebensart. Wenn ein Glas Wein zum Mittagessen nicht als typisch deutsch gelten könne, „dann finde ich die Einwanderung dieser südeuropäischen Lebensform angemessen“, sagte er.

Kubicki würde gern Bundestagsvizepräsident bleiben

Wolfgang Kubicki hofft, sein Amt als Bundestagsvizepräsident auch in der nächsten Legislaturperiode behalten zu können. „Ich würde gerne Vizepräsident des Deutschen Bundestages bleiben, ein richtig toller Job“, sagte Kubicki am Dienstagabend im Fernsehen. Den Vorsitz der FDP-Bundestagsfraktion strebt er nach eigener Darstellung zwar nicht an, schließt diese Position aber bei einem Wechsel von FDP-Fraktions- und Parteichef Christian Lindner in eine neue Bundesregierung nicht aus.

„Ich würde mich dem nicht entziehen, wenn Christian Lindner ins Kabinett geht und sagt: Wir brauchen jemand, der diese Fraktion zusammenhält mit natürlicher Autorität, dann würde ich darüber nachdenken“, sagte Kubicki. „Es ist aber nichts, was ich anstrebe.“

Der FDP-Politiker kündigte zudem an, dass die kommende Legislaturperiode die letzte sein werde, „in der ich politisch tätig bin“. Seine Tätigkeit als Anwalt will der 69-Jährige schon im kommenden Jahr beenden: „Ich schleiche mich gerade aus meiner Kanzlei vollständig heraus.“ Er arbeite seine Mandate noch ab und nehme keine neuen mehr an, das werde im nächsten Jahr beendet sein. Er habe in seinem Leben „ausreichend Geld verdient“, sagte Kubicki.