Frankfurt/MainIm Prozess um einen geplanten islamistischen Anschlag in Hessen sind zwei der drei angeklagten Männer wegen des Vorwurfs der Terrorfinanzierung zu Haftstrafen verurteilt worden. Die Strafe des dritten Angeklagten wurde zur Bewährung ausgesetzt. Nach Angaben eines Sprechers des Landgerichts Frankfurt am Main soll ein 22-Jähriger für drei Jahre und zwei Monate in Haft. Ein 32-Jähriger wurde zu zwei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass sich das Trio Geld zur Finanzierung seiner Pläne beschafft hatte. Ursprünglich waren die drei Männer angeklagt, einen Anschlag geplant zu haben, bei dem ein Auto in eine Menschenmenge hätte gesteuert werden sollen. Zudem sollen sie geplant haben, auf Menschen zu schießen oder Polizisten in einen Hinterhalt zu locken.

Weil sie einen gemieteten Transporter noch am selben Tag zurückgaben, wurden sie aber nicht wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat verurteilt, sondern wegen des Vorwurfs der Terrorfinanzierung. Die drei Angeklagten waren im März 2019 im Rahmen einer Antiterrorrazzia im Rhein-Main-Gebiet festgenommen worden.

Die Ermittlungen richteten sich damals gegen zehn Beschuldigte aus Hessen und Rheinland-Pfalz. Bei den Durchsuchungen beschlagnahmten die Ermittler unter anderem mehr als 20.000 Euro Bargeld, mehrere Messer, kleinere Mengen Drogen sowie eine Vielzahl schriftlicher Unterlagen und elektronischer Datenträger.