Gericht: Betriebsratswahl bei Lieferdienst Gorillas darf stattfinden

Die möglichen Fehler beim Wahlverfahren reichen nicht für eine Unterbrechung der Wahl, so das Gericht. Das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig. 

Von montags bis samstags: Das Berliner Unternehmen Gorillas wirbt damit, Einkäufe innerhalb von zehn Minuten zum Kunden zu bringen (Archivbild). 
Von montags bis samstags: Das Berliner Unternehmen Gorillas wirbt damit, Einkäufe innerhalb von zehn Minuten zum Kunden zu bringen (Archivbild). AFP/Tobias Schwarz

Berlin-Die Betriebsratswahl beim Berliner Start-up Gorillas kann wie geplant in der kommenden Woche erfolgen. Das hat das Arbeitsgericht der Hauptstadt am Mittwoch entschieden. Zwar habe es möglicherweise Fehler bei dem Wahlverfahren gegeben, diese reichten aber nicht aus für eine Unterbrechung der Wahl, erklärte das Gericht. Wenn es Anfechtungsgründe gebe, müsse der Lieferdienst Gorillas die Betriebsratswahl später anfechten, so Richter Michael Ernst. Der Beschluss ist noch nicht rechtskräftig. 

Das Unternehmen wollte die vom 22. bis 27. November geplante Wahl mit sofortiger Wirkung stoppen. Es hatte unter anderen argumentiert, dass der Wahlvorstand angesichts von erst kürzlich erfolgten Umstrukturierungen nicht zuständig sei für die Beschäftigten, die zur Wahl aufgerufen seien. Bei dem Lieferdienst gibt es seit Monaten Streit um die Arbeitsbedingungen. Am Berliner Arbeitsgericht sind nach Angaben einer Sprecherin Dutzende Verfahren anhängig.