Eine Frau gibt ihrem Baby eine Flasche mit Milch (Symbolbild).
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MünchenDas Landgericht München I hat eine Werbung des Babynahrungsherstellers Hipp für Kindermilch untersagt. Das bestätigte eine Gerichtssprecherin der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag. Konkret geht es um Sätze wie „Siebenmal mehr brauchst du als ich, wirst groß, gesund – ganz sicherlich“ und „Kleinkinder benötigen bis zu dreimal mehr Calcium und sogar siebenmal mehr Vitamin D als Erwachsene pro Kilogramm Körpergewicht“. Diese Slogans seien irreführend, urteilte das Gericht. Die pauschale Aussage, dass ein Kind siebenmal mehr Vitamin D benötige als ein Erwachsener, müsse erläutert werden.

„Eltern sollten nicht den Eindruck bekommen, dass bestimmte Produkte nötig sind, damit ihr Kind ausreichend versorgt wird“, teilte die Verbraucherzentrale mit, die gegen die Hipp-Werbung geklagt und recht bekommen hatte. „Kinder über einem Jahr brauchen in der Regel keine speziellen Lebensmittel.“