Ein ehemaliger US-Diplomat ist in Russland wegen des Vorwurfs des Drogenschmuggels zu 14 Jahren Haft verurteilt worden. Marc Fogel habe bei der Einreise nach Russland „Drogenschmuggel in großem Stil“ betrieben, teilte das zuständige Moskauer Gericht am Donnerstagabend mit. Fogel war von russischen Zollbeamten festgenommen worden, als er mit seiner Frau aus New York auf dem Moskauer Flughafen Scheremetjewo eintraf.

Bei der Zollkontrolle waren laut russischen Behörden in seinem Gepäck Marihuana und Cannabisöl gefunden worden. Die Drogen seien „in Kontaktlinsenverpackungen“ und „Kartuschen für E-Zigaretten“ versteckt gewesen.

Vorwurf: Elf Gramm Marihuana und Cannabisöl geschmuggelt

Russischen Medienberichten zufolge soll es bei dem Vorfall im August 2021 um elf Gramm Marihuana und acht Gramm Cannabisöl gegangen sein. Fogel hatte demnach versichert, dass ihm das Marihuana in den USA zu medizinischen Zwecken nach einer Wirbelsäulen-OP verschrieben worden sei. Russland erkennt die medizinische Verwendung der Droge nicht an, was Fogel nach eigenen Angaben nicht wusste.

Fogel arbeitete als Lehrer an einer US-Schule in Moskau. Bis Mai 2021 genoss er laut russischen Behörden als Angestellter der US-Botschaft in Moskau diplomatische Immunität.