Studenten der Uni Köln bei der Begrüßung im ersten Semester in Zeiten vor Corona (Archiv). 
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KölnEin Jurastudent der Uni Köln hat in einem Eilantrag die Maskenpflicht bei Klausuren beanstandet. Der Mann argumentierte, dass die Abstandsregelungen in den Klausurräumen ausreichend seien und möglicherweise Plexiglasscheiben aufgebaut werden könnten. Das Verwaltungsgericht Köln entschied jetzt in einem Beschluss: Auch bei mehrstündigen Klausuren in der Universität müssen Prüflinge einen Mund-Nasen-Schutz tragen. 

Das Gericht begründete das Urteil (Az.: 6 L 1246/20) damit, dass der Schutz von Leben und Gesundheit der anderen Prüflinge vorrangig sei und das Prüfungsrecht dahinter „zurücktreten“ müsse. Die Uni Köln beziehe sich auf eine Empfehlung des Robert Koch-Instituts. Demnach werde eine Tröpfcheninfektion durch das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes reduziert.

Das Gericht wies in diesem Zusammenhang aber auch darauf hin, dass nicht bestandene Prüfungen nach den aktuellen Ausnahmeregeln momentan als „nicht unternommen“ gelten und wiederholt werden können. Damit habe die Universität bereits „entgegenkommend“ auf die Corona-Pandemie reagiert, so die Richter. 

Gegen den Beschluss kann Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht in Münster eingelegt werden.