Wer betrunken ist, hat keinen Anspruch darauf, in einem Flugzeug befördert zu werden.
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Frankfurt am MainWenn ein Passagier betrunken ist, hat er keinen Anspruch auf Beförderung in einem Flugzeug. Das hat das Amtsgericht Frankfurt am Main entschieden. Die Klage von zwei Kunden gegen eine Fluglinie auf Entschädigung und Schadenersatz wurde damit abgewiesen.

Das Ehepaar hatte demnach einen Flug von Bogotá nach Stuttgart gebucht. Bereits kurz nach dem Betreten der Maschine begann ein Streit mit einem Flugbegleiter. Als der Kapitän das Ehepaar daraufhin aufforderte, das Flugzeug zu verlassen, wurde die nach Angaben des Gerichts alkoholisierte Ehefrau handgreiflich und packte den Kapitän am Revers. In letzter Konsequenz mussten sowohl die Frau als auch ihr Ehemann das Flugzeug verlassen und durften nicht mitfliegen. Deshalb zog das Paar vor Gericht.

Im Urteil hieß es nun, das Verhalten des Paares sei geeignet gewesen, „um die Luftsicherheit zu gefährden“. Daher habe der Kapitän „ermessensfehlerfrei seine Polizeigewalt an Bord ausgeübt“ und den Fluggästen die Beförderung verweigert. Dabei sei es auch um eine mögliche Eigengefährdung der angetrunkenen Frau gegangen.