Maskenpflicht
Foto: Berliner Zeitung/Markus Wächter

BerlinDie 16 Gesundheitsminister der Länder haben sich darauf geeinigt, dass die Maskenpflicht auch im Einzelhandel wie bisher gelten soll. Es dürfe nicht der falsche Eindruck entstehen, die Pandemie wäre vorbei, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montag nach einer Schalte der Ressortchefs mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) aus Kreisen der Gesundheitsminister.

Zuvor hatte auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) einer Abschaffung der coronabedingten Maskenpflicht in Geschäften eine klare Absage erteilt. „Überall dort, wo im öffentlichen Leben der Mindestabstand nicht gewährleistet sein kann, sind Masken ein wichtiges und aus heutiger Sicht auch weiter unverzichtbares Mittel“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Dies sei nötig, um die Infektionszahlen niedrig zu halten und um die Mitmenschen und sich selbst zu schützen. 

Auch die CDU-Spitze sowie die Vorsitzenden von CSU und SPD – Markus Söder und Saskia Esken – sowie verschiedene Landesregierungen hatten sich gegen eine Aufhebung der Maskenpflicht ausgesprochen. Einen solchen Schritt hatte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) in der Welt am Sonntag für sein Land angeregt.

Berlin hatte gleich am Sonntag abgewinkt. Die Abschaffung der Maskenpflicht im Einzelhandel spiele derzeit keine Rolle, sagte Senatssprecherin Melanie Reinsch der Berliner Zeitung. „Gerade jetzt, wo immer mehr gelockert wurde, sind die Abstands- und Hygieneregeln sowie der Mund-Nasen-Schutz umso wichtiger, um die Verbreitung des Virus zu verhindern“, sagte sie.