Berlin - Nach dem Impfgipfel von Bund und Ländern am Montag hat die Berliner Gesundheitsverwaltung noch keine Klarheit über Umfang und Taktung von Impfstofflieferungen in den kommenden Wochen und Monaten. Da man bislang keine konkreten Daten erhalten habe, seien dazu „keine verbindlichen Antworten“ möglich, erklärte ein Sprecher von Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Dienstag auf dpa-Nachfrage.

Bei dem Impfgipfel mit den Herstellern hatten sich Bund und Länder am Montag darauf verständigt, sich enger über nach und nach zu erwartende Liefermengen abzustimmen. Ein „nationaler Impfplan“ soll dabei helfen, Impfstoffmengen vorab besser abschätzen zu können.

Bis zum Sommer werden die Liefermengen für Deutschland deutlich anziehen, wie aus einer am Montag bekanntgewordenen Schätzung des Bundesgesundheitsministeriums hervorgeht. Nach 18,3 Millionen Impfdosen im laufenden ersten Quartal könnten demnach im zweiten Quartal 77,1 Millionen Dosen und im dritten Quartal 126,6 Millionen Dosen verschiedener Hersteller folgen.

Da der Impfstoff entsprechend ihres Bevölkerungsanteils auf die Länder verteilt wird, müsste das reichen, um alle Berliner, die das wollen, bis Ende September zweimal zu impfen.

Unterdessen kamen am Dienstag 29.250 Impfdosen des Herstellers Pfizer/Biontech in der Hauptstadt an, wie die Gesundheitsverwaltung mitteilte. Die Lieferung war schon länger terminiert.

In der kommenden Woche, konkret am 10. Februar, soll dann das vierte von sechs geplanten Impfzentren öffnen, wie es weiter hieß. Es handelt sich um das Impfzentrum am ehemaligen Flughafen Tegel.

Bislang sind die Impfzentren in der Arena Treptow, im Erika-Heß-Eisstadion im Wedding und unterm Funkturm auf dem Messegelände offen. Keines von ihnen ist bisher voll ausgelastet, weil ausreichend Impfstoff fehlt.