Ein Gerichtszeichner hielt den Gerichstermin in Minneapolis am Montag fest. 
Foto: AP/Cedric Hohnstadt 

MinneapolisDas Hauptverfahren gegen vier wegen der Tötung des Afroamerikaners George Floyd angeklagte Ex-Polizisten soll US-Medienberichten zufolge am 8. März 2021 beginnen. Zuvor soll es am 11. September noch eine Anhörung zu Verfahrensfragen geben, teilte der zuständige Richter Peter Cahill am Montag (Ortszeit) mit.

Zugleich warnte Cahill die Beteiligten, das Verfahren in eine andere Stadt zu verlegen um einen fairen Prozess zu garantieren, sollten sich Staatsanwaltschaft und Verteidigung weiterhin öffentlich äußern. Das berichteten die örtlichen Fernsehsender ABC5 und Kare11.  Dem Hauptbeschuldigten Derek C. wird unter anderem Mord zweiten Grades vorgeworfen. Dies entspricht nach deutschen Recht Totschlag in einem besonders schweren Fall. Eine Tötungsabsicht sieht die Staatsanwaltschaft nicht. C. drohen bis zu 40 Jahre Haft.

Den übrigen Ex-Polizisten wird Beihilfe zur Last gelegt. Einer von ihnen, Alexander K., plädiert nach Medienberichten auf nicht schuldig. Er beruft sich nach Angaben der Daily Mail über seinen Anwalt Thomas Plunkett auf das „Recht der Anwendung verhältnismäßiger Gewalt zur Selbstverteidigung“, wie ein bei Gericht eingereichtes Dokument zeige.