Berlin - Mit Bildern aus einer Überwachungskamera fahndet die Bundespolizei nach einem unbekannten Gewalttäter. Wie die Behörde am Freitag mitteilte, soll der gesuchte Mann im Juni 2020 einen 44-Jährigen im Berliner Ostbahnhof schwer verletzt haben. Bisherige Ermittlungen führten nicht zur Ergreifung des Verdächtigen, weshalb die Ermittler nun auf Unterstützung aus der Bevölkerung hoffen. 

Nach Angaben der Bundespolizei waren der Unbekannte und Opfer am 14. Juni 2020, gegen 21 Uhr, in Streit geraten, nachdem sie kurz zuvor gemeinsam einen Fernseher verkauft hatten. Der Gesuchte soll im Osttunnel des Bahnhofs dem 44-Jährigen dann plötzlich so heftig mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben, dass dieser mit dem Kopf gegen eine Wand prallte und bewusstlos zu Boden stürzte.

Foto: Bundespolizei
Dieser Mann half dem Täter beim Tragen des Fernsehers. Er wird laut Polizei als Zeuge geführt. 

Anschließend verließ der Gesuchte zusammen mit einem ebenfalls unbekannten Begleiter den Bahnhof. Der andere Mann habe laut Bundespolizei dem Täter beim Tragen des Fernsehers geholfen. „Dieser Mann wird als wichtiger Zeuge im Verfahren gesucht“, erklärte ein Sprecher der Bundespolizei.

Das Opfer habe blutüberströmt am Boden gelegen, als es gefunden wurde. Alarmierte Bundespolizisten leisteten Erste Hilfe und informierten den Rettungsdienst. Der 44-Jährige kam mit einer schweren Kopfverletzung ins Krankenhaus. Am Berliner Ostbahnhof kommt es seit Jahren immer wieder zu Gewaltdelikten. 

Die Bundespolizei bittet bei der Suche nach den beiden Männern um Mithilfe. Hinweise werden unter der Berliner Telefonnummer 297 779 0 sowie der kostenlosen Servicenummer 0800/6 888 000 entgegengenommen. Auch jede andere Polizeidienststelle kann kontaktiert werden.