Berlin - Die ARD wird in sozialen Netzwerken verspottet. Der Grund dafür ist ein zwischenzeitlich gegenderter Beitrag über den neu aufgeflammten Konflikt im Nahen Osten. In dem Beitrag unter dem Titel „Massiver Beschuss auf beiden Seiten“ hieß es: „Israel begründet seine Angriffe mit dem heftigen Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen. Die Armee töte gezielt Kommandeurinnen und Kommandeure der Hamas und des Islamischen Dschihad.“ Allerdings war die weibliche Form in diesem Fall überflüssig, da es keine weiblichen Hamas-Kommandeure gibt. 

Auf einen entsprechenden Hinweis reagierte die zuständige ARD-Redaktion. Sie änderte die betreffende Text-Passage und fügte am Ende des Textes folgende Passage ein: „Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Textes war von Kommandeurinnen und Kommandeuren die Rede. Bei der Hamas gibt es jedoch keine Kommandeurinnen. Dies wurde redaktionell hineinredigiert. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.“

Verantwortliche korrigieren Korrektur nach neuerlicher Kritik

Diese Version der Korrektur wurde unter anderem von Michael Bauer bei Twitter geteilt. Bauer ist der Sprecher des österreichischen Verteidigungsministeriums. Die Korrektur verbreitete sich schnell im Netz  – und wurde ebenfalls kritisiert. Kern der Vorwürfe war, dass Beiträge bei der ARD offensichtlich von Personen redigiert und nachträglich gegendert würden, obwohl diese Personen mit der eigentlichen Thematik nicht umfassend vertraut seien.

Dieser Screenshoot zeigt die erste Fassung der Korrektur mit dem Hinweis, dass „redaktionell hineinredigiert“ wurde.

Wieder reagierten die Verantwortlichen des öffentlich-rechtlichen Senders und korrigierten ihre Korrektur. Aktuell heißt es in dem im Netz aktuell noch abrufbaren Artikel: „Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Textes war von Kommandeurinnen und Kommandeuren die Rede. Diese Formulierung haben wir auf Hinweis des Korrespondenten geändert.“

Der Hinweis, dass die aktuelle Korrektur eine Korrektur der Korrektur ist, fehlt.