Wiener Polizisten stehen am 26.06.2020 entlang einer Straße vor dem Ernst-Kirchweger-Haus, das als Zentrum der Antifa gilt. 
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WienÖsterreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz will nicht zulassen, dass „Konflikte von der Türkei nach Österreich hineingetragen werden“. Das teilte der ÖVP-Politiker am Sonntag über seinen Twitter-Account mit. „Wir wollen in Österreich, insbesondere in Wien, keine Bilder von Gewalt auf den Straßen“, schrieb Kurz weiter. Der Kronen Zeitung sagte Kurz zudem: „Es ist wichtig, hier eine Politik der Null-Toleranz auszuüben.“

Im Wiener Stadtteil Favoriten war es zuletzt mehrfach zu Gewalt mit Verletzten und mehreren Festnahmen gekommen. Dort befindet sich das Ernst Kirchweger Haus (EKH), ein von der autonomen Szene für kulturelle und politische Veranstaltungen genutztes Gebäude.

An diesem Montag sollen der Innenminister und die Integrationsministerin zusammen mit dem Polizeipräsidenten geplante Maßnahmen vorstellen. Ebenfalls für Montag wurde der türkische Botschafter Özan Ceyhun einbestellt. Nach dem Wunsch der österreichischen Regierung soll er helfen, die Lage zu beruhigen.

ÖVP-Innenminister Karl Nehammer äußerte sich bei Twitter ähnlich wie Kanzler Kurz: „Ich habe absolut keine Toleranz dafür, wenn versucht wird türkische Konflikte auf Österreichs Straßen auszutragen. Wir müssen uns als Gesellschaft und als Polizei entschlossen gegen diese radikalen Kräfte stellen.“