Die Deutsche Umwelthilfe klagt gegen den Facebook-Mutterkonzern Meta. Dies teilte die Umweltschutzorganisation am Freitag mit. Grund seien „massivste Angriffe und Morddrohungen“. Die Deutsche Umwelthilfe hat der Mitteilung zufolge in 79 Fällen Strafanzeige gestellt. Bis heute sei kein einziges Strafverfahren eingeleitet worden.

Die Deutsche Umwelthilfe setzt sich für ein Tempolimit ein und lehnt Diesel-SUVs ab. „Die mit der Bundestagswahl wieder zugenommenen Attacken auf mich und die Deutsche Umwelthilfe zeigen, dass wir offensichtlich ernst genommen werden. Es macht mich betroffen, mit welcher Brutalität unsere Gegner versuchen, die Deutsche Umwelthilfe oder eben seine Vertreter zum Schweigen zu bringen“, so Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe.

Deutsche Umwelthilfe: Meta reagiert nicht

Gegen seine Person werde „systematisch“ zu Gewalt aufgerufen. Meta reagiere nicht auf die Forderung der Deutschen Umwelthilfe, Facebook-Gruppen mit 60.000 Mitgliedern zu schließen, in denen „Hass geschürt“ und zu Gewalt und Mord gegen Resch aufgerufen werde.

Ein Beispiel, das Resch nennt, findet sich seinen Angaben zufolge in der Gruppe „Stoppt die Deutsche Umwelthilfe“ unter einem Link mit der Schlagzeile „Jürgen Resch kämpft weiter gegen Autofahrer“. Der Nutzer schreibt: „Mal ein kleines Gedankenspiel zum Schutz der Nation: Hier sind jetzt über 12.800 Mitglieder. Und es gibt doch genug andere Gruppen mit der gleichen Gesinnung. Wenn man das aufteilt, kann ein Auftragskiller doch gar nicht so teuer sein.“

Jürgen Resch sagt dazu: „Ich akzeptiere nicht länger, dass Gewaltaufrufe bis hin zum Mord gegen mich als Person oder andere Umweltschützer von Behörden und Medienunternehmen als ‚zulässige Meinungsäußerungen‘ bagatellisiert werden. Wenn der Staat hier nicht handelt, setze ich auf die Gerichte. Hass und Hetze darf kein Raum geboten werden – schon gar nicht systematischen Hassgruppen.“