Berlin - Unter den fünf Toten der Gewalttat im norwegischen Kongsberg ist auch eine Frau aus Deutschland. Das bestätigte das Auswärtige Amt am Samstag dem Portal t-online, ohne auf nähere Details einzugehen. Mehrere norwegische Medien hatten zuvor von einer 52-Jährigen aus Norddeutschland geschrieben.

Auch zu den weiteren Opfern gibt es inzwischen mehr Details: Neben der 52-Jährigen starben drei weitere Frauen im Alter von 56, 75 und 78 Jahren sowie ein 75-jähriger Mann. Das teilte die norwegische Polizei mit. Zur Identität der drei Verletzten machten die Ermittler weiterhin keine Angaben. Sie wurden mittlerweile aus dem Krankenhaus entlassen.

Am Mittwochabend hatte ein Mann in der Innenstadt von Kongsberg die fünf Menschen mit Pfeil und Bogen getötet und drei weitere verletzt. Ein 37-jähriger Däne gab die Tat zu. Zunächst ging die Polizei von einer Terrortat aus, mittlerweile bestehen daran aber Zweifel: Nun habe sich jedoch der Verdacht einer psychischen Erkrankung beim mutmaßlichen Täters erhärtet, hieß es am Samstag von der Polizei. 

Der Polizeibeamte Per Thomas Omholt sagte am Samstag auf einer Pressekonferenz, dass neuere Erkenntnisse den selbsterklärten Übertritt des Verdächtigen immer „weniger glaubwürdig“ erscheinen ließen. Der 37-jährige Däne habe sich „nicht an die in dieser Kultur und Religion üblichen Traditionen“ gehalten.

Am Freitag ordnete ein Gericht für den Tatverdächtigen Untersuchungshaft in einer medizinischen Einrichtung an. (mit AFP)