Saskia Esken, Bundesvorsitzende der SPD, sitzt während einer Diskussionsveranstaltung in der Polizeiakademie Niedersachsen.
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BerlinDer stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende Dietmar Schilff reagiert weiterhin verärgert auf die Aussage von Saskia Esken, in Deutschland gebe es „latenten Rassismus in den Reihen der Sicherheitskräfte“. Mitte Juni traf er sich nach eigener Aussage bei einer Veranstaltung in der Polizeiakademie Niedersachsen in Nienburg mit Esken. „Die SPD-Co-Vorsitzende nahm auf der abschließenden Pressekonferenz in Nienburg ihren in der Öffentlichkeit massiv diskutierten Standpunkt weder zurück noch entschuldigte sie sich bei der Polizei“, schreibt Schilff jetzt in der aktuellen Ausgabe des GdP-Magazins Deutsche Polizei.

„Wenn Esken als SPD-Bundesvorsitzende solcherlei Auffassungen öffentlich heraushaut“, so Schilff weiter, müsse sie „jemand einfangen und sie beraten“. Nach Ansicht des Gewerkschafters spiegelt Eskens‘ Auffassung zudem „keineswegs die Meinung der gesamten SPD wider“.  Nahezu „alle innenpolitischen Politikerinnen und Politiker“ sowie parteiübergreifend „alle Innenminister und Innensenatoren“ hätten Eskens „Position zurückgewiesen und sich vor die Polizei gestellt“, schreibt Schilff weiter.