Gewerkschaft fordert höhere Homeoffice-Pauschale für Beschäftigte

Angesichts steigender Energiekosten und einer ab Herbst drohenden Corona-Welle dringt der Deutsche Gewerkschaftsbund darauf, die Homeoffice-Pauschale anzuheben.

Auch angesichts steigender Energiepreise sollte die Homeoffice-Pauschale verlängert und erhöht werden, fordert der DGB.
Auch angesichts steigender Energiepreise sollte die Homeoffice-Pauschale verlängert und erhöht werden, fordert der DGB.dpa/Christin Klose

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert angesichts der steigenden Energiekosten und einer ab Herbst drohenden Corona-Welle auf eine deutliche Anhebung der Steuerhilfen für Beschäftigte im Homeoffice. „Der DGB fordert, die Homeoffice-Pauschale fortzuführen und auf 1500 Euro anzuheben“, sagte Gewerkschaftsvorstandsmitglied Anja Piel der Augsburger Allgemeinen (Samstag).

Bislang könnten Beschäftigte maximal 600 Euro im Jahr zu je fünf Euro am Tag bei der Steuererklärung geltend machen. Das DGB-Vorstandsmitglied warnte zugleich Firmen davor, Heizkosten ohne Ausgleich auf Beschäftigte im Homeoffice abzuwälzen.

Ausgleich für Homeoffice-Kosten auch unabhängig von Krisen

„Homeoffice zu nutzen, um Kosten für Arbeit – dazu gehört das Heizen der Arbeitsstätten – auf die Beschäftigten zu verlagern, ist ein No-Go“, sagte Piel. „Wer wirklich Energie sparen will, kann Potenziale energetischer Sanierung für Arbeitsstätten ausschöpfen und bei der Arbeitsorganisation nachsteuern.“ Da Homeoffice aber in Zukunft ganz unabhängig von Krisen nicht wieder verschwinden werde, müsse es ohnehin einen Ausgleich der Kosten geben, erklärte sie. Die Erhöhung der Pauschale sei hier der beste Weg. „Das wäre ein Beitrag zu mehr Steuergerechtigkeit.“