Hamburg - Die Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) fordert angesichts des verlängerten Lockdowns weiter eine schnelle und stärkere Unterstützung für betroffene Beschäftigte. „Wir fordern ein Mindestkurzarbeitergeld von 1200 Euro und eine Corona-Sofortnothilfe von einmalig 1000 Euro“, sagte der Vorsitzende Guido Zeitler den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Die Löhne von Kellnern oder Köchinnen sind ohnehin niedrig – das Kurzarbeitergeld reicht da auf Dauer einfach nicht“, so Zeitler.

Laut eines Berichts der Lebensmittel Zeitung fordert neben der NGG auch die Gewerkschaft Verdi die Bundesregierung auf, das Kurzarbeitergeld in den von ihnen vertretenen Branchen auf mindestens 1200 Euro pro Monat aufzustocken. Beschäftigte mit einem Nettolohn unter 2500 Euro sollen nach dem Willen der beiden Organisationen 90 Prozent beziehungsweise 97 Prozent ihres letzten Netto-Entgeltes bekommen – mindestens aber 1200 Euro, so das Blatt.

Der NGG-Vorsitzende Zeitler hatte zuvor bereits im Handelsblatt eine Aufstockung des Kurzarbeitergeldes für Beschäftigte des Gastgewerbes gefordert. „Ihre Löhne sind ohnehin oft viel zu niedrig“, sagte er der Zeitung. Das noch geringere Kurzarbeitergeld reiche „also hinten und vorne nicht“.