BerlinDie Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert angesichts der hohen Infektionszahlen einen besseren Gesundheitsschutz an den Schulen. Die Vorsitzende Marlies Tepe sagte im Deutschlandfunk, das Robert-Koch-Institut habe empfohlen, in Regionen mit mehr als 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche wieder den Wechselunterricht einzuführen.

Wechselunterricht bedeutet, dass Schülerinnen und Schüler je nach Corona-Lage eine Zeit zu Hause, die andere Zeit in der Schule lernen. Beim Wechselunterricht in der Schule wird auch in kleineren Gruppen als normalerweise gelernt.

Das werde aber nicht gemacht, so Marlies Tepe. Ein solcher Wechselunterricht könne in täglichen oder wöchentlichen Wechseln erfolgen, wobei die Schülerinnen und Schüler für die Zeit ohne Präsenzunterricht Aufgaben bekämen.

Tepe betonte, dass die Lehrkräfte dabei regelmäßigen Kontakt zu den Schülern hätten. Das Problem beim ersten Lockdown sei ja gewesen, dass viele Schülerinnen und Schüler den Anschluss verloren hätten.