BerlinIn der Debatte über den Betrieb der Schulen unter Pandemiebedingungen kritisieren Bildungsgewerkschaften und Bundeselternrat das Vorgehen der Kultusministerkonferenz (KMK). Konkret geht es um das Rahmenkonzept der KMK für Infektionsschutz und Hygiene an den Schulen in Corona-Zeiten. 

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE), die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und der Bundeselternrat bemängeln in einer gemeinsamen Mitteilung, dass im KMK-Konzept zwar ein stufenweises Vorgehen nach Infektionslage empfohlen wird, etwa das Maske-Tragen auch im Unterricht oder auch der Umstieg auf Schichtbetrieb.

Da das stufenweise Vorgehen aber nicht konkret an die sogenannte Inzidenz, also die Zahl der festgestellten Fälle in sieben Tagen pro 100.000 Einwohner gekoppelt wird, verfehle das Konzept seinen Sinn. Die Verbände werfen der KMK vor, die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts nicht zu beachten.

Das KMK-Hygiene- und Infektionsschutzkonzept ist eine Empfehlung. Bildung liegt in der Eigenverantwortung der Bundesländer, sie legen das Vorgehen selbst fest. „Jedem neuen Ausbruch des Coronavirus muss zusammen mit den kommunalen Entscheidungsträgern und insbesondere den lokal zuständigen Gesundheitsämtern konsequent begegnet und die erforderlichen Maßnahmen nach den jeweiligen landesrechtlichen Vorgaben müssen ergriffen werden“, heißt es in dem Papier.