Potsdam - Brandenburgs Gleichstellungsbeauftragte Manuela Dörnenburg kritisierte mit Blick auf den sogenannten Equal Pay Day die Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen. „Trotz der positiven Tendenz der letzten Jahre, ist hier noch nicht von fairer Bezahlung zu sprechen“, so Dörnenburg am Mittwoch.

Nach Zahlen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg verdienten Frauen im vergangenen Jahr in Brandenburg pro Stunde durchschnittlich 17,18 Euro brutto und damit rund 6 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen mit 18,23 Euro. Bundesweit beträgt der Unterschied 18 Prozent. Das Ministerium erklärte die vergleichsweise niedrige Differenz damit, dass in Brandenburg verhältnismäßig wenig Frauen in Minijobs arbeiteten. Im Schnitt arbeiteten Männer 39,2 und Frauen 34 Stunden pro Woche – und damit 5,2 Stunden weniger. Bundesweit seien es 8,2 Stunden weniger.

Dörnenburg: Bessere Entlohnung für frauendominierte Wirtschaftsbereiche 

Dörnenburg forderte, dass Wirtschaftsbereiche, in denen mehrheitlich Frauen arbeiteten, endlich besser entlohnt werden. Es gehe nicht nur um eine ungerechte Lohnlücke, sondern auch um eine Rentenlücke. Diese liege in Brandenburg derzeit bei 21 Prozent.

Um mehr Transparenz herzustellen, fordert die Regierungskoalition in einem gemeinsamen Antrag mit den Linken sogenannte Entgeltgleichheitschecks in allen Einrichtungen des Landes und eine Kampagne für solche Prüfungen in Kommunen und Unternehmen zu konzipieren.