Der Privatsender ProSieben weist Vorwürfe der früheren Topmodel-Kandidatin Lijana Kaggwa zurück. „ProSieben prüft juristische Schritte“, sagte die Sprecherin von „Germany's Next Topmodel“ (GNTM), Tina Land, am Freitag in München auf Anfrage und warf der 25-Jährigen vor, die Unwahrheit zu sagen.

Kaggwa hatte in einem Video gesagt, sie wolle ihre Zuschauer „dafür sensibilisieren, wie Reality-TV-Shows wirklich laufen“. Sie behauptet dort, dass gezielt Streit zwischen den Kandidatinnen geschürt werde, und erhebt Manipulationsvorwürfe: Beispielsweise seien Kandidatinnen, die auf dem Laufsteg stolpern sollten, die Füße eingecremt worden.

Land wies dies zurück: „Wer wie wo und warum sich die Füße eingecremt hat, ist kein Geheimnis. Im Gegenteil: Das war Bestandteil von Folge eins in der Staffel, an der Lijana teilgenommen hat.“ Auch Streitigkeiten zwischen den Kandidatinnen würden nicht provoziert: „Was zwischen den Kandidatinnen passiert, passiert.“

GNTM-Kandidatinnen dürfen nicht über Dreharbeiten sprechen

Dass ihr Video Konsequenzen haben würde, hatte Kaggwa schon vermutet: „Mein erstes Youtube-Video nach so langer Zeit und dann gleich eins, wofür ich verklagt werde. Na dann darauf Prost.“ Laut GNTM-Sprecherin Land müssen die Kandidatinnen von Heidi Klums Modelshow vertraglich zusichern, nicht über die Produktionsbedingungen und die Dreharbeiten zu sprechen: „Das steht so in nahezu allen TV-Verträgen. Und in den meisten Arbeitsverträgen in Deutschland.“

Kaggwa war 2020 aus dem „GNTM“-Finale ausgestiegen. Sie hatte damit damals auf heftige Anfeindungen gegen sie nach Ausstrahlung der Staffel reagiert. Ihr Video hat auch Auswirkungen auf die diesjährige Staffel: Top 20-Kandidatin Jasmin kündigte an, nicht an der Finalshow am kommenden Donnerstag teilnehmen zu wollen. Nach Angaben Lands ist sie die einzige Kandidatin, die ihre Teilnahme abgesagt hat.