Corona in Sachsen: Görlitzer Krematorium überlastet

Bis zu einer Überprüfung am Montag können keine Einäscherungen stattfinden. Auch Krematorien in Dresden melden wieder eine starke Belastung.

Aufgrund der Überlastung eines Krematoriums in Görlitz kam es zu einem Feuerwehreinsatz (Symbolbild).
Aufgrund der Überlastung eines Krematoriums in Görlitz kam es zu einem Feuerwehreinsatz (Symbolbild).Sabine Gudath

Görlitz- In Sachsen liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 1235,1. Immer mehr Menschen sterben an den Folgen einer Covid-Erkrankung. Allein am Freitag waren es in Sachsen 62. In einem Krematorium in Görlitz ist es nun wegen zu hoher Auslastung zu einem Feuerwehreinsatz gekommen. Wie der Sender Radio Lausitz mitteilte, breitete sich dichter Rauch im Gebäude aus. „Die Anlage war überlastet“, so Einsatzleiter Remo Kölzsch gegenüber Radio Lausitz.

Der Brand brach in einem Abluftschacht aus. Daraufhin sei das Sicherheitssystem angesprungen. Die Anlage schaltete sich dann selbstständig ab. Die Luftzufuhr wurde gedrosselt und damit das Feuer erstickt. Am Montag soll die Anlage fachkundig überprüft werden. Bis dahin können jedoch keine Einäscherungen erfolgen.

Die Corona-Lage in Sachsen ist dramatisch. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt am Samstag bei 1224,7 – der bundesweit höchste Wert. Am Mittwoch hatte die Stadt Dresden mitgeteilt, dass aktuell pro Werktag 80 Verstorbene in das Krematorium Dresden-Tolkewitz gebracht würden – normal seien in der Herbst- und Winterzeit 40 bis 60.