Paar mit Masken auf Mykonos.
Foto: AP Photo/Thanassis Stavrakis

Athen Wegen steigender Corona-Infektionszahlen verschärft Griechenland die Schutzmaßnahmen für zwei Urlaubsgebiete: Von Freitag an gilt eine Maskenpflicht auf der Insel Mykonos und der Halbinsel Chalkidiki, wie der griechische Zivilschutz am Mittwoch mitteilte. Die Maskenpflicht gilt bis Ende August im Innen- wie auch im Außenbereich.

Bis zum 31. August sind auch Konzerte, Feiern, religiöse Zeremonien, Märkte und Zusammenkünfte von mehr als neun Personen in den beiden Touristengebieten untersagt. Restaurant-Betreiber müssen darauf achten, dass pro Tisch nur vier Gäste Platz nehmen – oder sechs bei Familienmitgliedern. Alle Bars und Tavernen müssen um Mitternacht schließen.

Bereits vergangene Woche hatte die griechische Regierung die Schließung der Tavernen und Bars aller Art in Athen, Piraeus und Thessaloniki sowie auf den Inseln Paros und Antiparos um Mitternacht angeordnet. Zudem sind Versammlungen von mehr als 50 Personen im ganzen Land verboten.

Griechenland weist – gemessen an seiner Bevölkerung von gut 10,5 Millionen Einwohnern – eine geringe Zahl von Infektionen mit dem Coronavirus auf. In den vergangenen Tagen war die Zahl von Infizierten jedoch schlagartig gestiegen. Zuletzt wurden mehr als 200 Neuinfektionen pro Tag verzeichnet.

Als Grund gilt, dass viele Urlauber – größtenteils junge Menschen – nach ihrer Rückkehr aus dem Urlaub Verwandte und Freunde in den Ballungszentren angesteckt haben. Behörden hatten beobachtet, dass Urlauber ohne den nötigen Abstand und ohne Mundschutz dicht beieinander bis spät in die Nacht in Bars und Discos feierten.