Athen - In Griechenland dürfen ungeimpfte Bürger ab Samstag Einrichtungen wie Behörden, Banken, Geschäfte und Friseure nur noch mit einem aktuellen negativen Corona-Test betreten. Das teilte am Dienstagabend der griechische Gesundheitsminister Thanos Plevris im Staatsfernsehen mit. Ohne Test zugänglich bleiben lebensnotwendige Geschäfte wie Supermärkte und Apotheken. Zudem können sich ab Freitag dem Minister zufolge alle vollständig geimpften Bürger ab 18 Jahre eine Auffrischungsimpfung verabreichen lassen. Ungeimpfte Berufstätige müssen bei der Arbeit künftig zweimal pro Woche und auf eigene Kosten einen negativen Test vorlegen.

Ungeimpfte Bürger seien anfälliger für eine Corona-Infektion und müssten deshalb auch mehr Vorsicht walten lassen, sagte Plevris zu den neuen Maßnahmen. Auch sei es nicht möglich, erneut etwa einen flächendeckenden Lockdown zu verhängen. Die Impfung sei die beste Waffe gegen die Pandemie.

In Griechenland ist die Zahl der täglichen Neuinfektionen zuletzt stark angestiegen. Am Dienstag wurden 6700 neue Fälle gemeldet – ein Rekord seit Beginn der Pandemie. Fast 90 Prozent der Corona-Intensivbetten sind belegt, 85 Prozent dieser Patienten sind nicht geimpft. Laut Plevris sind 73 Prozent der Erwachsenen im Land vollständig geimpft, auf die Gesamtbevölkerung von rund 11 Millionen Menschen gerechnet sind es 63 Prozent.