Athen - Die griechische Polizei hat nach eigenen Angaben einen internationalen Schleuserring zerschlagen. Es seien neun mutmaßliche Schleuser festgenommen und angeklagt worden, hieß es. Weiteren 29 Menschen, denen Mittäterschaft vorgeworfen wird, wurden demnach ebenfalls angeklagt. Die Schleuser, die aus verschiedenen Staaten stammen sollen, hätten systematisch Menschen über den Grenzfluss Evros von der Türkei nach Griechenland gebracht, so die Polizei.

Von dort aus seien die Personen von anderen Bandenmitgliedern abgeholt und nach Westgriechenland gefahren worden, so die offiziellen Angaben. Demzufolge hatten die Schleuser dafür rund 130 Gebrauchtwagen gekauft. Pro Kopf mussten die Menschen nach Ankunft in Griechenland und damit in der EU zwischen 900 Euro und 2500 Euro zahlen, hieß es weiter.

Schleuserbanden bringen immer wieder Menschen über den Grenzfluss Evros. Anschließend versuchen diese oft – ohne sich in Griechenland registrieren zu lassen – nach Mittel- und Westeuropa zu gelangen.