BerlinNach knapp zweieinhalbjähriger Bauphase sind die Kanalarbeiten am Mauerpark beendet. Wie die Berliner Wasserbetriebe am Donnerstag mitteilten, wird der Stauraumkanal am kommenden Dienstag in Betrieb genommen. Damit wird sich ab diesem Zeitpunkt bei starkem Regen in Prenzlauer Berg die riesige Röhre von beiden Seiten aus mit 7611 Kubikmetern Abwasser füllen und so und Überläufe in die Panke verhindern.

Die Bauarbeiten hatten im Juli 2018 begonnen, als sich die gigantische Tunnelbohrmaschine „Kerstin“, die nach dem Vornamen der Personalvorständin der Wasserbetriebe benannt wurde, durch die Erdmassen fraß. Sie sorgte dafür, dass tief unter der Schwedter Straße eine 654 Meter lange, flutbare Röhre mit einem Innendurchmesser von 3,85 Metern errichtet werden konnte. „Der Kanal war anschließend mit viel Technik vom Rohbau zur automatischen Anlage veredelt worden“, sagte Stephan Natz, Pressesprecher der Berliner Wasserwerke. 

Im Vorfeld des Bauprojekts mussten die Berliner Verkehrsbetriebe die Straßenbahngleise der Linie M10 auf Höhe der Oderberger Straße um drei Meter versetzen, damit Platz für die Baugrube am Eingang des Mauerparks war. Die Schienen sind mittlerweile zurückversetzt worden.