Athen - Bei den Großbränden in Griechenland sind bislang 18 Menschen verletzt in Krankenhäuser eingeliefert worden. Die meisten litten an Atemwegsbeschwerden, sagte der griechische Gesundheitsminister Wassilis Kikilias am Freitag im Staatsfernsehen. Dutzende weitere Menschen erlitten nach Informationen griechischer Medien leichte Verletzungen, mussten aber nicht ins Krankenhaus. Viele Feuerwehrleute nahmen am Freitag trotz leichter Verletzungen – in den meisten Fällen Brandwunden an den Händen – an den Löscharbeiten teil, wie das Fernsehen zeigte.

Klinik-Chefin warnt: „Gehen Sie nicht aus dem Haus!“

Die Chefin der Klinik für Pneumologie des Athener Krankenhauses Sotiria, Nina Gaga, warnte vor Gefahren wegen der Luftverschmutzung durch die Waldbrände. „Gehen Sie nicht aus dem Haus“, warnte sie. Die Kleinpartikel in der Luft aus den Brandregionen im Norden Athens erreichten im Zentrum der griechischen Hauptstadt Werte, die als sehr gefährlich für Menschen gelten; vor allem für diejenigen, die Probleme mit den Atemwegen haben. Normale Schutzmasken gegen Corona helfen nicht. Wer ausgehe, müsse sich mit einer Maske vom Typ P95 und höher schützen, sagte die Ärztin.

In Athen hat sich ein dichter gelber Nebel mit Kleinpartikeln und Asche aus den Vororten im Norden gebildet, wo am Vorabend ein Großbrand ausbrach und weite Teile eines Waldes und zahlreiche Häuser zerstörte. Die Feuerwehr setzte am Freitag den Kampf gegen die Flammen fort.