Das Wichtigste zum Großbrand in Nikolassee:

  • Am Kronprinzessinnenweg in Nikolassee war am Donnerstagmorgen vergangener Woche ein großes Feuer auf dem dortigen Sprengplatz ausgebrochen.
  • Nach Abschluss der Löscharbeiten am heutigen Donnerstag wird das Gelände wieder von der Feuerwehr an die Polizei übergeben.
  • Behördensprecher bezeichneten die sieben Tage andauernden Löscharbeiten als „gefährlichsten Brandbekämpfungseinsatz“ seit dem Krieg.
  • Die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey hatte ihren Urlaub unterbrochen. Sie besuchte den Brandort und warf die Frage auf, ob Berlin ein geeigneter Standort für einen Sprengplatz sei.
  • Der Bahnverkehr ist inzwischen wieder freigegeben. Auch die Sperrung der Stadtautobahn Avus wurde am Mittwoch aufgehoben.
  • Laut Polizei ist die Brandursache noch unklar.

Donnerstag, 11. August

Feuerwehrleute rücken ab, Patrouillen und Brandwache bis Sonntag

Die Feuerwehr zieht ihre Einsatzkräfte nach dem erfolgreichen Löscheinsatz im Berliner Grunewald schrittweise ab. Die Maßnahmen vor Ort hätten bereits weitgehend reduziert werden können, teilte die Feuerwehr am Donnerstag mit. Eingesetzte Hubschrauber, ein Löschpanzer und Roboter beendeten demnach schon ihren Einsatz.

Eine Brandwache soll jedoch noch bis mindestens Sonntag an der Einsatzstelle bleiben. Angrenzende Waldbereiche werden den Angaben zufolge zudem „dynamisch“ bestreift, damit eventuell leichte Entstehungsbrände schnell erkannt und gelöscht werden können.

Auch der auf 550 Meter reduzierte Sperrkreis – anfangs betrug er 1000 Meter – besteht demnach weiterhin. Es seien „einige sogenannte Hotspots vorhanden, die die Aufrechterhaltung eines verringerten Sperrkreises bedingen“, erklärte die Feuerwehr. Das Betreten des aktuellen Sperrkreises bleibt für Unbefugte verboten. Den Sprengplatz selbst kontrolliert der Sprengmeister der Polizei.

Löscharbeiten auf Sprengplatz beendet: Feuerwehr übergibt an Polizei

Nach Abschluss der Löscharbeiten auf dem Sprengplatz im Berliner Grunewald soll das Gelände heute von der Feuerwehr wieder an die Polizei übergeben werden. Das sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstagvormittag. „Aus der Feuerwehrlage wird dann wieder eine Polizeilage“, hieß es in den formalen Bezeichnungen der Behörden. Experten der Polizei betraten den Sprengplatz am Donnerstag – vorher war wegen der Explosionsgefahren alles weiträumig abgesperrt.

Wie genau die Arbeiten auf dem von Explosionen und Feuer verwüsteten Gelände dann weitergehen, sei noch nicht klar. Kriminaltechniker müssen Munition und andere Sprengkörper untersuchen, einsammeln und unschädlich machen. Patronen waren bei dem Brand vor einer Woche durch Detonationen herumgeschleudert worden, einige alte Weltkriegsbomben wurden aus Halterungen gerissen.

Außerdem wollen Brandermittler des Landeskriminalamtes (LKA) klären, wie es zum Ausbruch des Feuers kam und ob es möglicherweise Brandstiftung war. Das Gelände muss wohl auch gesichert und bewacht werden, um zu verhindern, dass Schaulustige oder Munitionssammler es betreten.

Der Brand an sich sei gelöscht. Es gebe noch kleinere Glutnester, von denen aber keine größere Gefahr ausgehe. Tanklöschfahrzeuge sollen das Gebiet weiter umfahren, um es kühl zu halten. Die Autobahn 115 (Avus) wurde wieder freigegeben.

Der verbrannte Wald im Sperrgebiet um die Brandstelle am Sprengplatz der Berliner Polizei im Grunewald.
dpa/Fabian Sommer
Der verbrannte Wald im Sperrgebiet um die Brandstelle am Sprengplatz der Berliner Polizei im Grunewald.

Verkehr rollt wieder: Zu- und Abfahrt Hüttenweg bleibt gesperrt

Nach der Aufhebung der Sperrung der Avus rollt am Donnerstag der Verkehr wieder. Die Zu- und Abfahrt Hüttenweg bleibt laut Berliner Feuerwehr jedoch in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Auch das Waldgebiet rund um den Sprengplatz dürfe weiterhin nicht betreten werden, gab ein Sprecher der Feuerwehr am Donnerstag bekannt.

Videoaufnahmen zeigen Ausmaß der Zerstörung

Mit Hilfe der Polizei Berlin haben sich Kräfte der Feuerwehr einen persönlichen Eindruck vom Nahbereich um den Waldbrandherd am Sprengplatz verschafft. Mit einem gepanzerten Fahrzeug habe sich ein Team dem Sprengplatz bis auf 50 Meter genähert, berichtet die Feuerwehr auf ihrem Youtube-Kanal. In dem Video sind verkohlte Bäume und Glutnester zu sehen, aber auch einige Pflanzen, die von den Flammen verschont wurden.

Youtube/Berliner Feuerwehr

Feuerwehr fährt Einsatz herunter

Eine Woche nach Beginn eines Brandes im Berliner Grunewald fährt die Feuerwehr ihren Einsatz dort langsam herunter. Die Lage stelle sich als relativ sicher dar, sagte ein Sprecher am Donnerstagmorgen. Der Waldbrand an sich sei gelöscht. Es gebe noch kleinere Glutnester, von denen aber keine größere Gefahr ausgehe. Tanklöschfahrzeuge sollen das Gebiet weiter umstreifen, um es kühl zu halten. Die Autobahn 115 (Avus) wurde wieder freigegeben.

Die Feuerwehr werde damit beginnen, ihre Schläuche einzusammeln, sagte der Sprecher. Die Hubschrauber der Bundespolizei seien nicht mehr dabei, auch Kräfte aus anderen Bundesländern und Löschroboter hätten ihren Einsatz mittlerweile beendet. Die Polizei sei am Mittwoch zudem auf den Sprengplatz vorgedrungen.

Die Polizei lagert auf dem Sprenggelände alte Granaten, Weltkriegsbomben, Munition und beschlagnahmte Feuerwerkskörper. Dort war vor einer Woche ein Brand ausgebrochen. Die Ursache ist noch nicht bekannt. Zahlreiche Explosionen waren zu hören. Auch in den Tagen darauf gingen vereinzelt Sprengkörper hoch.

Nach Angaben des Feuerwehrsprechers sollen am Donnerstag noch etwa 50 Kräfte von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk (THW) vor Ort sein. Die angrenzenden Waldgebiete rund um den Sprengplatz blieben gesperrt. Die Autobahn war am Mittwochabend wieder für den Verkehr freigegeben worden. Die Zu- und Abfahrt Hüttenweg blieb zunächst allerdings noch gesperrt.

Mittwoch, 10. August

Wasserversorgung rund um Sprengplatz im Grunewald gelegt

Rund um Sprengplatz im Grunewald ist eine Wasserversorgung gelegt worden, um den Platz weiter zu kühlen. „Durch die Befeuchtung wird die Temperatur gehalten“, sagte ein Feuerwehrsprecher. Derzeit könne eine Gefahr durch Explosionen oder Detonationen ausgeschlossen werden, erklärte der Sprecher. Daher sei es möglich, den Sperrkreis zu verringern. Das Waldgebiet samt Wegen sei aber weiterhin für mehrere Hundert Meter rund um den Sprengplatz gesperrt. Feuerwehrleute würden nun weiter das Gebiet abfahren, um kleine Glutnester schnell löschen zu können.

Spezialkräfte der Polizei waren am Mittwoch erstmals auf dem Gelände. Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes und der Feuerwerker der Polizei hätten den Platz begutachtet, um die Schäden abzuschätzen, sagte der Feuerwehrsprecher.

Sperrung der Stadtautobahn Avus aufgehoben

Knapp eine Woche nach dem Ausbruch eines Brandes auf einem Sprengplatz im Berliner Grunewald gibt es nach Angaben der Feuerwehr wesentliche Fortschritte bei den Löscharbeiten. Am Mittwochabend um 18 Uhr wurde deshalb die Sperrung der Autobahn 115 (Avus) aufgehoben. Rund drei Stunden später rollte der Verkehr allmählich wieder, allerdings erst nach und nach, da noch nicht alle Absperrungen beseitigt waren, wie ein Sprecher der Berliner Feuerwehr sagte. Dies solle jedoch im Laufe des Abends geschehen. Die wichtige Autobahn liegt etwa 500 Meter von dem Sprengplatz entfernt - und gehörte damit zum Sperrkreis, der zuletzt bei 550 Metern lag. Zudem gab die Feuerwehr am Abend auch offiziell Entwarnung.

Vor der Freigabe der Autobahn musste sichergestellt werden, dass von verstreuter Munition und alten Weltkriegsbomben auf dem Platz keine Gefahr mehr ausgeht. Entscheidend dafür waren die Temperaturen auf dem Gelände, die am Montagmorgen noch bei 140 Grad lagen. Nun sei es gelungen, die Temperaturen auf dem gesamten Sprengplatz unter 60 Grad zu bringen, sagte der Feuerwehrsprecher.

Scholz dankt Feuerwehrleuten für ihren Waldbrand-Einsatz

Kanzler Olaf Scholz hat sich über die Bekämpfung von Waldbränden informiert und Feuerwehrleuten für ihren Einsatz gedankt. „Ohne das Engagement, ohne den Einsatz von vielen Frauen und Männern, werden wir mit solchen Herausforderungen nicht umgehen können“, sagte der SPD-Politiker am Mittwoch nach einem Besuch des Feuerwehrtechnischen Zentrums in Beelitz-Heilstätten südlich von Potsdam. „Danke, danke für den Einsatz, für den Mut, die Bereitschaft, eigene Zeit zu investieren, um in einem solchen Notfall helfen zu können und das gut ausgebildet zu tun“, sagte Scholz an die Einsatzkräfte gerichtet.

Bei einem Termin in seinem Wahlkreis hat Kanzler Olaf Scholz einen Einsatzwagen der Feuerwehr von innen erkundet. Dabei nahm Scholz auch am Steuer eines 18 Tonnen schweren Tanklöschfahrzeugs der Freiwilligen Feuerwehr Beelitz Platz. „Ich mach nix kaputt“, versicherte der Kanzler den umstehenden Feuerwehrleuten. Auf die Frage, ob er gern mit dem rot lackierten Gefährt losfahren wolle, antwortete er: „Das überlasse ich Leuten, die das können.“

Doch wieder Löschhubschrauber im Grunewald im Einsatz

Bei der Brandbekämpfung auf dem Sprengplatz im Berliner Grunewald werden am Mittwoch nun doch noch einmal zwei Hubschrauber eingesetzt. Das teilte die Feuerwehr am Mittwochvormittag nach einer neuen Lagebesprechung der Einsatzkräfte mit. Die beiden Hubschrauber der Bundespolizei waren am Dienstag erstmals über das Gebiet geflogen.

Zunächst hatte es geheißen, dass sie am Mittwoch nicht zur Verfügung stehen, weil sie bei Waldbränden in Sachsen gebraucht werden. Nun sollen sie zumindest am Vormittag Wasser über Glutnester auf dem Sprengplatz und darum herum abwerfen.

Löschhubschrauber über dem Berliner Grunewald
Berliner Zeitung/Markus Wächter
Löschhubschrauber über dem Berliner Grunewald

Wirbel um Trinkwasserversorgung der Feuerwehrleute

Einsatzkräfte der Berliner Feuerwehr werden offenbar nicht mit ausreichend Trinkwasser versorgt. Wie die B.Z. berichtet, fehle es den Brandbekämpfern des Feuers im Grunewald an Getränken. Eine Spendenkampagne sei ins Leben gerufen worden, um Geld für Mineralwasser für die Einsatzkräfte zu sammeln.

Ein Sprecher der Feuerwehr sagte gegenüber dem Tagesspiegel jedoch, es handle sich bei dem Bericht um eine „missverständliche Darstellung“. Die Wasserkisten würden von einem Kontingent der jeweiligen Feuerwache bezahlt. Wenn dieses ausgeschöpft sei, könne über eine zentrale Stelle bei der Berliner Feuerwehr nachgeordert werden, heißt es in der Erklärung. Im vorliegenden Fall sei wegen nicht ausreichender Bestände zunächst nur eine Teillieferung erfolgt. Grundsätzlich sei aber genug Geld für Trinkwasser vorhanden.

„Es wäre natürlich gut, wenn der Haushaltstitel mal dauerhaft aufgestockt wird. Der Einkauf von Wasserflaschen ist aber definitiv gesichert“, so Manuel Barth, Sprecher der Feuerwehrgewerkschaft Berlin-Brandenburg.

Brandbekämpfung im Grunewald geht ohne Hubschrauber weiter

Bei der Brandbekämpfung auf dem Sprengplatz im Berliner Grunewald sind die Einsatzkräfte weiterhin noch ein gutes Stück vom Ziel entfernt. „Wir sind leider noch nicht da, wo wir hinwollen“, sagte ein Sprecher der Berliner Feuerwehr am Mittwochmorgen, sechs Tage nach Ausbruch des Brandes. Auf dem Areal, das immer noch recht heiß ist, bestehe weiter die Gefahr, dass Munition oder andere Kampfmittel explodieren. Daher sei es den Einsatzkräften bislang nicht möglich gewesen, dorthin vorzudringen.

Am Vortag hatte die Feuerwehr festgestellt, dass auch der Wald südlich des Sprengplatzes recht stark durch Munition belastet ist, die durch Explosionen umhergeflogen sei. Erstmals waren am Abend zwei Hubschrauber zur Brandbekämpfung im Einsatz. Sie stehen laut Feuerwehr am Mittwoch aber nicht zur Verfügung, weil sie bei Waldbränden in Sachsen eingesetzt werden.

Am Vormittag wollten alle Beteiligten am Ort des Geschehens die Lage neu bewerten, so der Sprecher. Dabei sollte es einmal mehr auch um die Frage gehen, ob die Autobahn 115 (Avus), die etwa 500 Meter vom Sprengplatz entfernt ist, wieder freigegeben werden kann. Die wichtige Verbindung ist seit Ausbruch des Feuers im Grunewald zwischen dem Kreuz Zehlendorf und dem Autobahndreieck Funkturm auf einer Länge von rund elf Kilometern gesperrt.

Dienstag, 9. August

Hubschrauber kühlen Sprengplatz mit Wasser aus der Luft

Die Feuerwehr löscht den Brand auf dem Sprengplatz im Berliner Grunewald nun mit Wasser aus der Luft. Am späten Dienstagnachmittag wurden dazu zwei Hubschrauber der Bundespolizei eingesetzt, die die Feuerwehr angefordert hatte. Sie holten mehrfach Wasser aus der nahe gelegenen Havel und warfen es über dem Sprenggelände ab.

Ein Löschhubschrauber holt Wasser aus der Havel.
Berliner Zeitung/Markus Wächter
Ein Löschhubschrauber holt Wasser aus der Havel.

Die Hubschrauber konnten erst jetzt zum Einsatz kommen, weil sie bisher bei den schweren Waldbränden in der Sächsischen Schweiz eingesetzt waren. Es handelt sich um einen Transporthubschrauber vom Typ Super Puma, dessen Außenlastbehälter 2000 Liter Wasser fassen kann, und einen leichten Transporthubschrauber vom Typ EC 155, der 600 Liter abwerfen kann. Der Behälter wird in der Luft über der geplanten Stelle geöffnet und das Wasser verteilt sich über ein Feuer oder das Zielgebiet. Durch die Rauchentwicklung und die teils noch offenen Flammen seien die Stellen, wo gelöscht werden müsse, gut aus der Luft erkennbar, erklärte ein Feuerwehrsprecher. Einsatzkräfte der Feuerwehr seien zudem teils zur Beratung der Piloten mitgeflogen.

Die Löschhubschrauber der Bundespolizei werfen Wasser über dem Grunewald ab.
Berliner Zeitung/Markus Wächter
Die Löschhubschrauber der Bundespolizei werfen Wasser über dem Grunewald ab.

Die zwei von der Feuerwehr angeforderten Hubschrauber waren am Abend ab etwa 17 Uhr „im Prinzip im Fünf-Minutentakt“ unterwegs, um Wasser aus der nahe gelegenen Havel zu holen und über dem Sprenggelände abzuwerfen. Ein dritter Hubschrauber habe den Einsatz begleitet, der bis etwa 20 Uhr andauerte.

Die Einsatzkräfte versprachen sich viel von der Aktion: „Wir erhoffen uns eine große Wirkung“, sagte der Sprecher. Man habe entgegen einer ersten Einschätzung festgestellt, dass auch das Waldgebiet südlich des Sprengplatzes recht stark durch Munition belastet ist, die durch die Explosionen umhergeflogen sei. „Aber die Brandbekämpfung aus der Luft ist jetzt möglich.“

Am Mittwochvormittag soll der Hubschraubereinsatz weitergehen. „Es ist schwer zu sagen, wie lange wir für die Löscharbeiten brauchen werden“, sagte Schobranski.

Das Wasser wird aus der Havel geholt.
Berliner Zeitung/Markus Wächter
Das Wasser wird aus der Havel geholt.

Sollte der Einsatz der Hubschrauber erfolgreich sein, könnte möglicherweise am Mittwoch die gesperrte Autobahn 115 (Avus) wieder geöffnet werden. Man sei verhalten optimistisch, aber es hänge alles vom weiteren Verlauf ab, hieß es bei der Feuerwehr.

Noch immer gesperrt: die Avus
Berliner Zeitung/Markus Wächter
Noch immer gesperrt: die Avus

Erneut Brände im Sperrgebiet im Grunewald gesichtet

Die Lage am Sprengplatz im Berliner Grunewald bleibt angespannt. Bei einer Patrouille in der Nacht zum Dienstag wurden am Rande des Sperrgebietes wieder kleinere Brände gesichtet, teilte ein Sprecher der Feuerwehr am Morgen mit. Dabei sei auch eine kleine Explosion zu hören gewesen. „So richtig Ruhe ist noch nicht drinnen“, sagte der Sprecher. Immer wieder würden Glutnester aufflammen. Die Einsatzkräfte löschten die Brände demnach vom Rand des Sperrkreises aus. Die Autobahn 115 (Avus) bleibe vorerst gesperrt.

Am Dienstagmorgen sollen die Temperaturen erneut überprüft werden. Wenn sie dauerhaft unter 60 Grad bleiben würden, sei es möglich, den Sperrkreis zu verringern, sagte der Sprecher. Dann sei auch eine Freigabe der Avus möglich. Die Bewässerung des Sprenggeländes, auf dem die Polizei tonnenweise alte Granaten, Munition und beschlagnahmte Feuerwerkskörper lagert, gestaltet sich dem Sprecher zufolge weiterhin als „sehr aufwendig und kompliziert“. Die Feuerwehrleute können das Gebiet nicht betreten, sondern sind mit Löschrobotern und umgebauten Panzern im Einsatz.

Montag, 8. August

Giffey: Avus bleibt voraussichtlich auch Dienstag noch gesperrt

Die Autobahn 115 (Avus) wird voraussichtlich auch am Dienstag wegen des Brandes auf einem Sprengplatz im Berliner Grunewald gesperrt bleiben. „Wir werden aller Voraussicht nach morgen noch nicht die Avus öffnen können“, sagte Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) am Montagabend in der RBB-„Abendschau“. Es habe am Montag wieder Detonationen gegeben, und der Boden sei nach wie vor „sehr, sehr heiß“.

Im Zentrum des Einsatzes stehe, den Brandherd weiter einzugrenzen und „Leib und Leben zu schützen“, erklärte Giffey. Sie hatte zuvor erneut den Einsatzort besucht und hatte sich von Landesbranddirektor Karsten Homrighausen den aktuellen Stand erläutern lassen.

Noch 140 Grad auf dem Sprenggelände in Grunewald

Auf dem Sprenggelände, auf dem die Polizei tonnenweise alte Granaten, Munition und beschlagnahmte Feuerwerkskörper lagerte, herrschen laut einem Feuerwehrsprecher zum Teil immer noch Temperaturen von 140 Grad, sodass weiterhin Explosionsgefahr besteht. Die Feuerwehrleute können das Gebiet daher nicht betreten. Nur mit einem umgebauten Panzer, der Wasser verspritzen kann, und mit Löschrobotern können der heiße Boden und die umher liegende Munition gekühlt werden. Weil das Gelände groß, unwegsam, unübersichtlich und von Gebäuden und Zäunen durchzogen ist, gestalte sich dieses Kühlen mit Wasser sehr schwierig, hieß es.

Außerdem gibt es auf dem Sprengplatz immer noch Glutnester, der Wind lässt manche Stellen wieder aufflammen. Weltkriegsbomben und zahlreiche große Patronen seien durch die Explosionen in der Nacht zu Donnerstag überall verstreut worden. „Die Gefahr, die noch durch die Munition und Kampfmittel besteht, ist nicht zu unterschätzen“, so die Feuerwehr. Daher sei Geduld gefragt. Sollte ein Sprengkörper explodieren, könnten Teile davon Menschen verletzen oder auf die Autobahn geschleudert werden.

Die Bereiche müssten auf unter 60 Grad gekühlt werden, um die Explosionsgefahr zu bannen, hätten die Sprengstoffexperten angeordnet, hieß es. Einen vergleichbaren Einsatz einer Feuerwehr habe es wohl im Nachkriegsdeutschland so noch nicht gegeben, sagte der Sprecher.

Am Montag waren rund 250 Einsatzkräfte vor Ort: Feuerwehrleute, Polizisten mit zahlreichen Wasserwerfern, Angehörige des Technischen Hilfswerks (THW), der Bundeswehr, des Roten Kreuzes und der Forstverwaltung.

Berliner Feuerwehrleute klagen über schlechte Verpflegung

Bei dem Brand im Grunewald leisten die Feuerwehrleute Schwerstarbeit. Vor allem am Donnerstag, dem Tag des Brandausbruchs auf dem Sprengplatz, herrschten – nicht zuletzt wegen des Wetters – extrem heiße Temperaturen. Doch die Versorgung mit Lebensmitteln war nach Angaben von Beteiligten unzureichend. Acht Stunden lang verlegten die Brandbekämpfer unter anderem kilometerlange Schläuche und bekamen nach Angaben eines Feuerwehrmannes lediglich „einen weichen Apfel und einen Müsliriegel“.

Jetzt hat sich Landesbranddirektor Karsten Homrighausen bei seinen Leuten dafür entschuldigt. In einem Rundbrief an die Behörde schrieb er: „Bei so einem komplexen Einsatz läuft leider nicht immer alles glatt. Bedauerlicherweise kam es zu Schwierigkeiten bei der Einsatzstellenverpflegung und Sie wurden nicht so mit Lebensmitteln versorgt, wie es notwendig gewesen wäre und auch selbstverständlich sein muss. Das ist auch aus meiner Sicht absolut inakzeptabel und Sie sind zu Recht frustriert.“ Der Einsatz werde entsprechend nachbereitet, „sodass sie dies nicht noch einmal vorkommt“.

Schafherde vor Brand in Sicherheit gebracht

Noch gilt die Lage beim Brand als angespannt, aber für eine Schafherde nahm die Sache am Montag schon mal ein gutes Ende. „Die Schafe sind in Sicherheit!“, twitterte die Feuerwehr und löste damit Erleichterung bei vielen tierlieben Berlinerinnen und Berlinern aus. Denn seit Ausbruch des Brandes am Donnerstag machten sich viele Sorgen um einige Dutzend Schafe.

Die Herde überstand zwar die Flammen und die Explosionen auf dem Sprengplatz der Polizei äußerlich unbeschadet. Allerdings hielt sie sich anschließend tagelang in dem einen Kilometer um den Sprengplatz gezogenen Sperrkreis auf, den Einsatzkräfte aus Sicherheitsgründen nicht ohne Weiteres betreten konnten.

Der Schäfer hatte laut Feuerwehr für einen Wasservorrat von zwei Tagen gesorgt. Als der aufgebraucht war, drangen einzelne Feuerwehrleute und Polizisten mithilfe schweren Geräts zur Herde vor, um die Schafe mit neuem Wasser zu versorgen. Am Montag nun habe die Herde den Sperrkreis zum Teil selbstständig, zum Teil mit Unterstützung von Helfern verlassen, so die Feuerwehr.

Berliner Feuerwehr: Autobahn Avus bleibt Montag gesperrt

Vier Tage nach Ausbruch des Brandes im Berliner Grunewald bleibt die Autobahn A115 (Avus) gesperrt. Das teilte die Feuerwehr am Montag nach einer Lagebesprechung mit allen Beteiligten mit. Grund dafür sei die gefährliche Lage auf dem unweit der Autobahn gelegenen Sprengplatz.

Zwar brennt es auf dem Areal, auf dem tonnenweise alte Granaten, Munition und beschlagnahmte Feuerwerkskörper in Gebäuden lagern, schon längere Zeit nicht mehr. In manchen Bereichen herrschten aber noch extrem heiße Temperaturen, so Feuerwehrsprecher Thomas Kirstein.

Das Areal sei deshalb weiter „der Einsatzschwerpunkt schlechthin“. Die Einsatzkräfte versuchten dort auch am Montag weiter zu kühlen. Dabei kämen ein Löschpanzer und ferngesteuerte Löschroboter zum Einsatz, weil das Betreten des Platzes für Feuerwehrleute lebensgefährlich ist.

Feuerwehrfahrzeuge stehen mit Blaulicht auf einer Abfahrt der Autobahn 115, der Avus.
dpa/Gerald Matzka
Feuerwehrfahrzeuge stehen mit Blaulicht auf einer Abfahrt der Autobahn 115, der Avus.

„Durch die Kühlung erhoffen wir uns, eine gute Prognose zu bekommen, dass der Sperrkreis irgendwann im Laufe des Tages verkleinert werden kann“, so Kirstein. Dann könne auch die seit Ausbruch des Brandes in der Nacht zum Donnerstag gesperrte Avus wieder freigegeben werden.

„Aber, ich sage es ganz deutlich, wir gehen besonnen vor. Die Gefahr, die noch durch die Munition und Kampfmittel besteht, ist nicht zu unterschätzen.“ Daher sei Geduld gefragt. Sollte ein Sprengkörper explodieren, könnten Teile davon Einsatzkräfte verletzten oder auf die Autobahn geschleudert werden und dann Autofahrer gefährden.

Im Wald um den Sprengplatz herum lodern weiterhin an manchen Stellen kleinere Bodenbrände. „Die bereiten uns nicht unbedingt Bauchschmerzen, aber sie müssen im Laufe des Tages bearbeitet werden. Das ist das große Ziel, dass wir dann auch näher an den Sprengplatz heranrücken.“

Einsatzbesprechung der Feuerwehr: Lage wird neu bewertet

Die Berliner Feuerwehr hat ihre Löscharbeiten bei dem Brand im Grunewald am Montag fortgesetzt und will im Tagesverlauf versuchen, näher an den dortigen Sprengplatz heranzukommen. Ziel sei es, den Gefahrenbereich zu verkleinern, sagte ein Feuerwehrsprecher am Morgen. „Wir hoffen, dort mit Robotern und Löschpanzern weiter runterkühlen zu können, um dann mit Kräften in den Bereich gehen zu können“, hieß es. Die Lage im Einsatzgebiet sei stabil, aber noch nicht unter Kontrolle.

Bei einer am Morgen geplanten Einsatzbesprechung wollten die Einsatzkräfte vor Ort die Lage neu bewerten. Dabei sollte unter anderem besprochen werden, ob die seit Donnerstag gesperrte Autobahn 115 – genannt Avus – wieder freigegeben werden kann oder nicht. Auf der parallel zur Autobahn, aber in etwas größerem Abstand zum Waldbrand verlaufenden Bahnstrecke rollen seit Sonnabend wieder Züge.

Innensenatorin Spranger: „Ich möchte mit keiner 250-Kilo-Bombe über 1,5 Stunden über irgendeine Autobahn fahren“

Angesichts des Waldbrandes wird darüber diskutiert, ob sich der seit 1950 bestehende Sprengplatz an der richtigen Stelle befindet. Kurzfristig werde Brandenburg bei der Beseitigung von Kampfmitteln aushelfen, sagte Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) am Sonntagabend in der RBB-„Abendschau“.

Zur Diskussion über eine langfristige Zusammenarbeit beider Länder bei der Beseitigung von Kampfmitteln sagte Spranger, nach dem aktuellen Einsatz werde man zunächst die Ursache klären. „Ich möchte mit keiner 250-Kilo-Bombe über 1,5 Stunden über irgendeine Autobahn fahren“, fügte sie hinzu. Vor 70 Jahren habe man sich etwas bei der Auswahl des Standortes für den Sprengplatz gedacht. Da dieser nicht nahe Wohngebieten liege, könne die Sicherheit der Berlinerinnen und Berliner sowie der Sicherheitskräfte gewährleistet werden.

Sonntag, 7. August

Die Avus bleibt bis mindestens Montagvormittag gesperrt

Nach der dreitägigen Streckensperrung wegen des Brandes auf dem Sprengplatz im Berliner Grunewald läuft der Bahnverkehr wieder normal. Das gelte für den Regional- und den Fernverkehr, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn am Sonntag in Berlin. Die Feuerwehr hatte am Samstag in Absprache mit der Polizei die Zugstrecke wieder freigegeben.

Die Lage ist aber weiterhin gefährlich. „Die Autobahn bleibt bis auf Weiteres gesperrt, auf jeden Fall bis einschließlich Montagvormittag“, sagte ein Sprecher der Berliner Feuerwehr am Sonntag laut der Nachrichtenagentur AFP. Die benachbarte Bahnstrecke war hingegen am Samstag wieder freigegeben worden.

Löschmaßnahmen: Feuerwehr will Gefahrenbereich verkleinern

Bei der Brandbekämpfung auf dem Sprengplatz im Berliner Grunewald will die Feuerwehr näher an den Brandherd heranrücken. Aktuelles Ziel sei es, den Gefahrenbereich zu verkleinern, sagte Feuerwehrsprecher Mario Witt am Sonntag. An vielen kleinen Stellen brenne es noch. Aktuell gilt für die Feuerwehrleute ein Sicherheitsbereich von 500 Metern um den Sprengplatz.

Witt sprach von einer sehr dynamischen Lage, in der sich kurzfristig viel ändern könne. „Wir reden immer noch von einer ganz akuten Gefahr auf dem Sprengplatz. (...) Deswegen müssen wir da auch mit äußerster Vorsicht agieren.“ Auf dem Gelände lagern tonnenweise alte Granaten, Munition und beschlagnahmte Feuerwerkskörper in Gebäuden.

Vollsperrung der Avus bleibt vorerst bestehen

Der Brand im Berliner Grunewald bleibt gefährlich - die Bahn ist nach Aufhebung der Gleissperrung im Nah- und Fernverkehr trotzdem auf dem Weg zurück zur Normalität. Bei dem Verkehrsunternehmen wird davon ausgegangen, dass die Züge ab Montag wieder im gewohnten Fahrplan verkehren können.

Die Feuerwehr teilte indes mit, die Lage auf dem Sprengplatz, wo das Feuer am Donnerstag ausgebrochen war, sei weiterhin nicht unter Kontrolle. Dort bestehe eine enorme Gefahr. Zur Kühlung würden gepanzerte Fahrzeuge und Roboter eingesetzt. Der Sperrkreis um den Brand werde noch einige Tage bestehen bleiben.

Gesperrt bleibt vorerst die Avus genannte Autobahn 115, die parallel zu den Gleisen etwas näher zur Gefahrenstelle verläuft. Die Feuerwehr hatte am Samstag in Absprache mit der Polizei die Zugstrecke am Rand der Sperrzone wieder freigegeben.

Avus bleibt mindestens bis Sonntag gesperrt, Bahnverkehr wieder freigegeben

Vom Brand auf dem Sprengplatz im Berliner Grunewald geht weiterhin eine große Gefahr für die unmittelbare Umgebung aus.

Am Samstagnachmittag kam es aber zu einer Erleichterung für den Bahnverkehr. Die Feuerwehr gab in Absprache mit der Polizei die Zugstrecke am Rand der Sperrzone wieder frei. Damit können sowohl öffentlicher Nahverkehr als auch Fernverkehr auf der Strecke wieder anlaufen. Die Bahnstrecke verläuft zwischen den Hauptbahnhöfen in Berlin und Potsdam. Betroffen waren S-Bahnen ebenso wie Regionalzüge, IC und ICE.

Der Bahnverkehr soll nach Angaben eines Sprechers schrittweise wieder aufgenommen werden. Mindestens bis Sonntag gesperrt bleibt dagegen die Avus genannte Autobahn 115, die parallel zu den Gleisen etwas näher zur Gefahrenstelle verläuft.

„Die Löschmaßnahmen auf dem Sprengplatz und die Kühlmaßnahmen dieser drei Hotspots, die durch den Sprengmeister definiert worden sind, zeigen Wirkung“, sagte Feuerwehrsprecher Thomas Kirstein am Samstag in Berlin. Es geht nun darum, die Kühlung des Platzes verlässlich sicherzustellen.

Lage nicht unter Kontrolle, Feuerwehr spricht von „enormer Gefahr“

Die Lage auf dem Sprengplatz im Berliner Grunewald ist weiterhin nicht unter Kontrolle. „Dort besteht natürlich eine enorme Gefahr“, sagte Feuerwehrsprecher Thomas Kirstein am Samstag in Berlin. Auf dem Sprengplatz gebe es drei vom Sprengmeister definierte Hotspots. „Die werden jetzt gekühlt mit Robotertechnik.“ Dafür werden gepanzerte Fahrzeuge und Roboter eingesetzt.

Ein Problem sind die extremen Temperaturen, am Freitag waren bis zu 700 Grad gemessen worden. Zu neuen Messungen wollte Kirstein keine Angaben machen. „Es wird permanent überwacht“, sagte er. Dies fließe in die Bewertung mit ein. Erklärtes Ziel sei die Einschränkung des Sperrkreises von aktuell 1000 Meter um den Sprengplatz. Dies hänge davon ab, wie der Sprengmeister die Gefahr der Wärme auf dem Sprengsatz für dort gelagerte Munition und Kampfmitteln bewerte.

SPD-Politikerin skeptisch gegenüber einer Sprengplatz-Verlegung nach Brandenburg

Die Vizechefin der brandenburgischen SPD-Landtagsfraktion, Inka Gossmann-Reetz, hat sich in der Debatte um alternative Standorte für den Berliner Sprengplatz im Grunewald skeptisch geäußert. Das Berliner Umland sei inzwischen sehr dicht besiedelt, sagte die Politikerin am Samstag RBB24-Inforadio. „Auch hier müssen wir […] sehr gut aufpassen, dass wir die Menschen hier nicht in erhöhte Gefahr bringen.“ Gossmann-Reetz sagte: „Das würde ich persönlich auch ablehnen, dass wir hier gefährliche Transporte von Berliner Bomben durch unser dicht besiedeltes Brandenburger Umland machen.“ Transporte und Erschütterungen seien ein hohes Risiko.

Sie habe aber Verständnis, dass Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) das Gespräch mit Brandenburg suche. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) werde hier ein offenes Ohr haben, sagte die Landtagsabgeordnete. Der Brand im Grunewald löste eine erneute Diskussion über eine mögliche Verlegung des Standorts aus.

Löschangriff wird am Samstag fortgesetzt

Nach Angaben der Feuerwehr brenne es weiterhin auf dem Sprengplatz, aber nur innerhalb eines abgegrenzten Gebiets. Dort würden kleinere Brandstellen gelöscht. Aktuell gebe es im Wald außerhalb des Sprengplatzes keine großen Brandherde. Obwohl die Flammen um das Gelände im Grunewald weitgehend gelöscht sind, sei die Gefahr vor allem für die Einsatzkräfte noch nicht gebannt.

Wildtierexperte: Die meisten Tiere sind in Sicherheit

Rehe, Füchse und Wildschweine haben sich Fachleuten zufolge bei dem Brand im Berliner Grunewald in Sicherheit gebracht. „Die meisten Wildtiere sind reine Fluchttiere. Sobald es Gefahr gibt, zum Beispiel Rauch, Störungen wie Explosionen oder Feuer, flüchten die sofort“, sagte der Wildtierexperte der Umwelt-Senatsverwaltung, Dirk Ehlert, der Deutschen Presse-Agentur am Freitag.

Es sei davon auszugehen, dass die meisten schnellen Tiere mit Beinen oder Flügeln rechtzeitig geflüchtet seien. Kleinere Arten wie Insekten hätten es hingegen schwerer. Sie könnten sich aber unter der Erde verstecken – und so in manchen Fällen auch überleben.

Der Grunewald ist das Zuhause von vielen Wildtieren. Die meisten befinden sich in Sicherheit.
dpa/Patrick Pleul
Der Grunewald ist das Zuhause von vielen Wildtieren. Die meisten befinden sich in Sicherheit.

Über 1000 Tierarten gibt es nach Schätzungen des Wildtierexperten im Grunewald. Wie viel Fläche Wald tatsächlich vom Brand betroffen ist, ob es ein Boden- oder ein Flächenbrand ist und wie viele Tiere im größeren Umfang verletzt worden sind, sei aber noch ungewiss, sagte Ehlert. Nach dem Regen lasse sich möglicherweise mehr sagen. Bereits organisierte Tierrettungsaktionen findet er zum jetzigen Zeitpunkt zu früh.

Sperrungen wegen Brand bleiben vorerst bestehen

Der Brand im Grunewald in Berlin ist auch zwei Tage nach dem Ausbruch nicht vollständig gelöscht – die nahe gelegene Stadtautobahn Avus und die Bahnstrecke bleiben weiterhin gesperrt. Nach Angaben der Feuerwehr ist frühestens gegen Samstagmittag mit einer Entscheidung zu rechnen, wann und ob die Strecken geöffnet werden können. Es brenne weiter auf dem Sprengplatz, aber nur innerhalb eines abgegrenzten Gebiets. Dort würden kleinere Brandstellen gelöscht. Aktuell gebe es im Wald außerhalb des Sprengplatzes keine großen Brandherde.

In der Nacht zu Samstag habe es keine weiteren Explosionen mehr gegeben, hieß es weiter. Ferngesteuerte Roboter zur Erkundung der Sperrzone seien aufgrund der entspannteren Lage in der Nacht wieder abgezogen worden. Die Erkundung des Gebiets solle am Samstagmorgen wieder aufgenommen werden.

Explosionen zwingen Spezialkräfte zum Rückzug

Die Löscharbeiten gestalten sich weiterhin schwierig. Einsatzkräfte seien immer wieder in Gefahr. Denn auch am späten Freitagnachmittag gab es auf dem Sprengplatz Grunewald noch Detonationen. Spezialkräfte mussten sich daraufhin zurückziehen. Das sagte Landesbranddirektor Karsten Homrichhausen in der RBB-„Abendschau“. Bis 22 Uhr wird ein Löschpanzer Glutnester löschen.

Die Straßen- und Bahnsperrungen werden voraussichtlich mindestens bis Samstag in Kraft bleiben. Aktuell sei nicht mit einer Änderung zu rechnen, hieß es am Freitagabend bei der Polizei. Nach Angaben der Feuerwehr ist frühestens gegen Samstagmittag mit einer neuen Entscheidung zu rechnen. Feuerstellen gebe es weiterhin nur innerhalb eines definierten Riegels, eine Ausweitung gebe es nicht. Aktuell gebe es im Wald außerhalb des Sprengplatzes keine großen Brandherde.

Nach Angaben der Feuerwehr pausieren die Löscharbeiten in der Nacht zu Samstag. Zuvor waren rund 250 Feuerwehrleute und ein Löschboot im Einsatz.

Roboter kühlen zwei Weltkriegsbomben

Seit dem frühen Abend werden die beiden Weltkriegsbomben wieder durch die ferngesteuerten Roboter mit Wasser gekühlt. Vorher war das aufgrund der starken Rauchentwicklung nicht möglich.

Berlins Polizeipräsidentin: Lage weniger katastrophal als befürchtet

Berlins Polizeipräsidentin Barbara Slowik geht laut ersten Erkenntnissen davon aus, dass die Lage auf dem in Brand geratenen Sprengplatz weniger katastrophal ist als angenommen. Der Berliner Morgenpost sagte Slowik, dass „die Schäden deutlich geringer sind als wir befürchtet haben“. Der wesentliche Teil der Bomben liege unversehrt in den unbeschädigten Lagern. Zwei Lagerhäuser seien durch das Feuer zerstört worden. Dabei sei offenbar vor allem weniger gefährliche Pyrotechnik detoniert.

Ob und wann der Sperrkreis verkleinert wird, hängt weiterhin von den Entscheidungen des Sprengmeisters ab. Er habe eine große Weltkriegsbombe gefunden, die aus ihrem Lager herausgeschleudert wurde, sagte Slowik. Um diese herum gebe es noch Glutnester, weshalb man die Bombe noch nicht mit Wasser kühlen könne. Wenn das geschafft sei, könne man den Sperrkreis von einem Kilometer verkleinern und die Avus wieder freigeben.

Barbara Slowik, Polizeipräsidentin von Berlin, gibt eine Stellungnahme ab.
dpa/Christophe Gateau
Barbara Slowik, Polizeipräsidentin von Berlin, gibt eine Stellungnahme ab.

Zu dem Angebot von Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen, Berlin bei der Kampfmittelbeseitigung zu helfen, erklärte Slowik, dass dies nicht notwendig sei. Die eher wenigen Berliner Munitionsfunde müssten nicht extra nach Brandenburg transportiert werden. Sie schloss auch aus, explosives Material erst in Berlin zwischenzulagern und dann an einen anderen Ort in Brandenburg „umzusetzen“.

Gefahr von erneuten Bränden bleibt bestehen

Die Waldbrände rund um den Sprengplatz halten weiter an, sagt ein Feuerwehrsprecher. Man habe die Flammen mittlerweile zwar unter Kontrolle, aber ein erneutes Aufflammen sei immer wieder möglich. Einzelne Stellen am Boden seien bis zu 700 Grad Celsius heiß. Deshalb kann derzeit nicht ausgeschlossen werden, dass es aufgrund der Munitionslagerungen zu weiteren Explosionen kommt. Deshalb wird auch weiterhin der Sperrkreis bestehen bleiben.

Feuerwehr stellt mit Löschboot die Wasserversorgung sicher

Die Berliner Feuerwehr löscht nicht nur vom Land aus. Ein Löschboot hat einen großen taktischen Wert und unterstützt die Einsatzkräfte vom Wasser aus. Von dort aus wird eine großvolumige Wasserversorgung sichergestellt, teilt die Feuerwehr auf Twitter mit.

Brandenburg bietet Hilfe beim Sprengen von Munition an

In der Diskussion um den Sprengplatz Grunewald hat sich Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen (CDU) offen gezeigt für Gespräche mit Berlin über die Kampfmittelbeseitigung. Brandenburgs zentrales Sprenggelände liegt in einem Wald in dem kleinen Ort Kummersdorf-Gut, etwa 50 Kilometer südlich von Berlin. Die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) hatte angesichts des Brandes rund um den Sprengplatz im Berliner Grunewald angekündigt, über den Standort reden zu wollen.

„Wir haben eine gute Kooperation mit Sachsen und sind natürlich auch offen dafür, wenn sich Berlin in Zukunft an unseren Verfahren der Kampfmittelbeseitigung beteiligen möchte“, teilte Innenminister Stübgen über sein Ministerium der Nachrichtenagentur dpa am Freitag mit.

Er halte dafür die gemeinsamen Sitzungen zwischen dem Berliner Senat und der Brandenburger Landesregierung für den richtigen Ort. „Berlin müsste klären, welche Bedarfe sie konkret haben und das Thema dann auf die Tagesordnung setzen.“ Brandenburg hat bereits mit Sachsen eine Kooperation zur Vernichtung von Kampfmitteln.

Sperrungen sorgen für Stau

Die anhaltende Sperrung der A115, der Avus, sorgt auch für erhebliche Verkehrsbeeinträchtigungen im Wochenend-Feierabendverkehr. Laut VIZ staut es sich auf der B1, der Potsdamer Chaussee, stadteinwärts. Aktuell müsse man 20 Minuten mehr einplanen. Der Sperrkreis könnte erst aufgehoben werden, wenn der Sprengmeister keine Gefahr mehr sieht, teilt die VIZ bei Twitter mit.

Wasserwerfer der Polizei haben 1,8 Millionen Liter Wasser versprüht

Die Polizei hat mit Wasserwerfern bislang 1,8 Millionen Liter Wasser versprüht, um das Gelände zu befeuchten und zu kühlen. Man sei mit 200 Einsatzkräften vor Ort, teilte die Behörde bei Twitter mit.

Brigadegeneral: Haben kilometerlange Schneisen durch den Wald gezogen

Laut einem Polizeisprecher sind zwei gelagerte Bomben aus dem Weltkrieg mit einem Gewicht von je 250 Kilogramm aus ihren Halterungen gerissen worden. Sie seien nicht explodiert, aber sehr heiß geworden und müssten gekühlt werden. Das gelte auch für weitere Bereiche auf dem großen Gelände. Dafür seien die Feuerwehr und eine Spezialfirma mit einem Löschpanzer im Einsatz. Brände gebe es dort nicht mehr. Einige Lagerstätten von gefährlichen Explosivstoffen würden schon ständig mit Wasser gekühlt, dort sei nichts passiert.

Ein großer Bereich um das Gelände und die Autobahn und Bahnstrecken blieben am Freitag zunächst gesperrt. Erst wenn die Kühlungen erfolgreich seien und die Gefahr sinke, könne der Sperrkreis auf 600 Meter Radius verringert und dann auch die Autobahn und die Bahnstrecken wieder freigegeben werden, sagte Cablitz.

Feuerwehrchef Karsten Homrighausen betonte: „Es ist der Sicherheit geschuldet.“ Bei weiteren Explosionen von Munitionsresten könne Material weit geschleudert werden. Derzeit gebe es aber keine Detonationen mehr. Die Sprengexperten hätten drei Gefahrenbereiche erkannt, dort werde die Feuerwehr gezielt kühlen.

Ein Löschen aus der Luft durch Hubschrauber sei nicht nötig gewesen, betonte Brigadegeneral Jürgen Karl Uchtmann. Stattdessen habe man mit einem Bergepanzer fünf Kilometer lange Schneisen durch den Wald gezogen, damit die Löschfahrzeuge an das Feuer herankämen. „Die dürfen nach Ende der Krise als wunderschöne, breite Wander- und Radwege der Berliner Bevölkerung zur Verfügung stehen.“ Das Gelände des Sprengplatzes ist 80.000 Quadratmeter groß, was knapp einer Fläche von 300 mal 300 Metern entspricht.

Sprengmeister der Polizei ist zum Sprengplatz vorgedrungen

Wie der RBB berichtet, ist im Berliner Grunewald der Sprengmeister der Polizei in einem gepanzerten Bundeswehr-Fahrzeug auf das Gelände des Sprengplatzes vorgerückt. Der Sprengmeister habe sich einen Eindruck verschaffen können, sagt Feuerwehrsprecher Thomas Kirstein. Nun erfolge eine Neubewertung der Lage.

Feuerwehr: „Gefährlichster Einsatz seit dem Krieg“

Angesichts des Feuers rund um das Sprenggelände im Berliner Grunewald und der vielen Explosionen hat die Feuerwehr vom „herausforderndsten und gefährlichsten Brandbekämpfungseinsatz“ seit dem Krieg gesprochen. Auch am Freitag und den nächsten Tagen werde der Einsatz noch andauern, teilte die Feuerwehr mit. Ein Angehöriger der freiwilligen Feuerwehr sei leicht am Kopf verletzt worden, hieß es.

Rauchschwaden sind vom Teufelsberg aus über dem Grunewald zu sehen.
dpa/Paul Zinken
Rauchschwaden sind vom Teufelsberg aus über dem Grunewald zu sehen.

Ein Löschpanzer einer privaten Firma und vier Löschroboter, die ferngesteuert Richtung Brand fahren, Schläuche hinter sich herziehen und Wasser verspritzen können, wurden losgeschickt. In der Luft flogen am Freitag erneut ein Polizeihubschrauber und eine Drohne der Feuerwehr mit Wärmebildkameras. Das Löschwasser pumpte die Feuerwehr über mehr als drei Kilometer von der Havel und dem See Krumme Lanke mithilfe eines Löschbootes und diverser Löschfahrzeuge herbei.

Die Feuerwehr schrieb: „In unmittelbarer Nähe zur Einsatzstelle befand sich eine Schafherde, welche vor Ort verblieb, weil die Gefährdung für die Einsatzkräfte bei einer Evakuierung zu groß gewesen wäre.“ Unterstützung kam von vielen freiwilligen Feuerwehren, der Berliner Polizei, der Bundespolizei, der Bundeswehr, dem Technischen Hilfswerk (THW), dem Roten Kreuz, den Johannitern, dem Malteser Hilfsdienst und privaten Firmen.

Feuerwehr will gezielt kühlen

Wie die Feuerwehr mitteilte, gibt es auf dem Sprengplatz-Gelände drei Gefahrenherde. Die Einsatzkräfte wollen daher gezielt kühlen. Einzelne Stellen am Boden seien bis zu 700 Grad Celsius heiß. Man sei für eine Ausbreitung des Feuers vorbereitet, erwarte dies aber nicht, so ein Sprecher.

Forstamt zu Feuer im Grunewald: Keine Wildschweine verbrannt

Durch die heftigen Explosionen auf einem Sprenggelände und den großen Brand im Berliner Grunewald ist auch die Natur geschädigt worden. Es gehe auch um einen enormen ökologischen Schaden, sagte die Forstamtsleiterin Grunewald, Katja Kammer, am Freitag. Bäume, die durch das Feuer zerstört wurden, seien zum Teil über 100 Jahre alt gewesen. Der wirtschaftliche Schaden sei noch unklar.

Größere Wildtiere seien durch das Feuer und die Detonationen von Munition und Feuerwerk vermutlich nicht getötet worden, sagte sie. Tiere im Wald würden bei Rauchgeruch und Knallgeräuschen fliehen. „Jedes Tier, das vier Beine hat oder Flügel, entfernt sich aus diesem Gefahrenbereich. […] Man kann davon ausgehen, dass keine Wildschweine verbrannt sind.“ Die hätten sich wohl in kühlere Bereiche an die Havel verzogen. „Denen wird es wohl gut gehen.“ In den nächsten Wochen werde das Gebiet untersucht und geschädigte Bäume gesichert oder gefällt. Die dortigen Wege würden erst mal gesperrt, Spaziergänger dürften sie zunächst nicht betreten.

Das Feuer war in der Nacht zu Donnerstag auf dem Sprenggelände entstanden, die Ursache war noch unklar. Mehrere Gebäude brannten, danach explodierten Munition und Sprengstoffe aus dem Zweiten Weltkrieg sowie beschlagnahmte Feuerwerkskörper. Auf Videos sah es zum Teil aus wie in einer Silvesternacht. Aber es gab auch heftige Detonationen, die an Bomben erinnerten. Der Brand weitete sich im Lauf des Donnerstags in dem trockenen Waldgebiet aus. Auf dem großen Gelände lagerten laut Polizei rund 30 Tonnen „Kampfmittel und Munition“ aus dem Krieg und mehrere Hundert Kilogramm Feuerwerkskörper, die vernichtet werden sollten.

Berliner Feuerwehr: „Weitere Explosionen sind möglich“

Ein Sprecher der Feuerwehr sagte am Freitagmittag: „Der 1000 Quadratmeter große Sperrkreis bleibt.“ Und weiter: „Weitere Explosionen sind möglich.“ Erste Eindrücke vom Sprengplatz würden demnächst ausgewertet.

Forstbeamter: „Wahrscheinlich“ Bodenfeuer

Ein Mitglied der Forstverwaltung meint gegenüber der Berliner Zeitung, dass es sich bei dem Brand „wahrscheinlich“ um ein Bodenfeuer handelt. Das bedeutet, dass Nadeln, Äste und Sträucher brennen. Ein sogenanntes Kronenfeuer wäre gefährlicher gewesen, hat sich aber offenbar nicht entwickelt. Der Forstbeamte sagte, dass der Brand eine „Katastrophe für das Ökosystem“ sei, sich aber wahrscheinlich bis Frühjahr erholen werde.

Berlin hat kein Löschflugzeug

Ein Sprecher der Berliner Feuerwehr sagt, man hoffe, dass im Laufe des Tages „hoffentlich“ der Sperrradius gesenkt werden könne. Dies hänge vom Lösch-Fortschritt ab. Niedersachsen sei positives Beispiel in der Brandbekämpfung. Das Bundesland verfüge im Gegensatz zu Berlin über ein Löschflugzeug. Im Alltag brauche man dies nicht, deshalb sei es nicht vorhanden. Noch immer gebe es starke Rauchentwicklung, das Feuer werde jedoch vom Sprengplatz ferngehalten, so der Sprecher.

Riesiger Löschballon wird im Grunewald aufgepumpt

Wie Reporter von vor Ort berichten, wird derzeit ein riesiger Löschballon, der fast 30.000 Liter fasst, aufgepumpt. Schaulustige versammeln sich zudem am Ort des Geschehens. So ist beispielsweise Gerhard Hillinger mit seinem Enkel hier. Die beiden wohnen in der Nähe und haben die Explosion nach eigenen Angaben gehört. Die Fenster hätten gewackelt. „Wir dachten, es wäre Krieg“, so Hillinger. Der 71-Jährige wundert sich, warum nicht mehr Menschen zum Zugucken da sind.

Die Feuerwehr im Einsatz
Berliner Zeitung
Die Feuerwehr im Einsatz

Teile des Feuers im Grunewald gelöscht

Teile des Feuers konnten laut RBB mittlerweile gelöscht werden. Der Sprecher der Berliner Feuerwehr, Thomas Kirstein, sagte am Freitagmorgen: „Wir konnten den Waldbrand innerhalb des Sperrkreises in der Nacht gut bekämpfen.“ Vereinzelt gebe es noch Glutnester und kleinere Brände, hieß es. Der Brand erstreckte sich offenbar auf eine Fläche von 42 Hektar.

Hilfe von oben bei den Löscharbeiten im Berliner Grunewald?

Am Freitagvormittag um kurz vor 10 Uhr hat es im Westen der Hauptstadt angefangen zu regnen. Ob dies allerdings schon für einen positiven Effekt beim Kampf gegen die Flammen sorgen kann, war zunächst nicht klar.

S-Bahn-Verkehr weiter eingeschränkt

Die S-Bahn-Linie S7 bleibt weiterhin unterbrochen. Fahrgäste können auf die S1 ausweichen. Zwischen Wannsee und Potsdam Hauptbahnhof besteht nur ein 20-Minuten-Takt.

Polizeipräsidentin: Bislang keine Möglichkeit für Verlegung von Sprengplatz

In der Diskussion um die Lage des Sprengplatzes Grunewald hat sich Berlins Polizeipräsidentin zwar offen für eine Verlegung gezeigt. Allerdings habe die Berliner Polizei immer noch täglich Einsätze, bei denen Kampfmittel entfernt werden müssten, sagte Barbara Slowik am Freitag im Inforadio des RBB. Weil Transporte für alte Weltkriegsbomben sehr gefährlich seien, brauche es weiterhin einen nahegelegenen Sprengplatz.

Mit Blick auf den Sprengplatz mitten im beliebten Naherholungsgebiet sagte Slowik: „Aktuell ist dieser Sprengplatz die einzige genehmigungsfähige Anlage auf Berliner Grund mit 80.000 Quadratmetern, weit weg von Wohnbebauung, was der Feuerwehr auch gestern sehr genützt hat.“ Auch Brandenburg habe kaum Ressourcen für einen gemeinsamen Sprengplatz im Berliner Umland. „Bisher haben wir da keine Möglichkeit gefunden. Nun wird es neue Gespräche geben.“

Panzer und Löschroboter rollen im Grunewald an

Spezialfahrzeuge sind am Freitagmorgen im Brandgebiet im Berliner Grunewald angerollt. Zu sehen waren unter anderem gepanzerte Fahrzeuge, Panzer der Bundeswehr sowie Löschroboter. Sie sollen dabei helfen, die Sperrzone zu erkunden. Die Feuerwehr habe „nahezu alles, was es an Technik gibt in Deutschland“ anfahren lassen, sagte Sprecher Thomas Kirstein.

Keine verletzten Feuerwehrleute bislang

Der Brand im Berliner Grunewald stellt die Einsatzkräfte vor große Herausforderungen – dennoch ist der Grundschutz der Hauptstadt laut Feuerwehr weiter gewährleistet. „Das ist bisher sehr gut gelungen“, sagte Thomas Kirstein, Sprecher der Berliner Feuerwehr, am Freitagmorgen. Es habe zwischenzeitlich auch andere größere Einsätze der Hauptstadt-Feuerwehr gegeben. Bei den Löscharbeiten im Grunewald habe es bislang keine verletzten Feuerwehrleute gegeben.

Feuer hat sich nicht über den Sperrkreis hinaus ausgebreitet

Das Feuer im Berliner Grunewald hat sich in der Nacht zum Freitag nicht über den Sperrkreis hinaus ausgebreitet. „Die Brände konnten innerhalb der Ringstellung gehalten werden“, teilte die Feuerwehr am Freitagmorgen auf Twitter mit. In der Nacht sei weitere Spezialtechnik eingetroffen, die bei der Erkundung der Sperrzone helfen könne. Details nannte die Feuerwehr zunächst nicht.

Avus bleibt gesperrt

Wegen des Brandes im Berliner Grunewald bleibt die Autobahn Avus im Südwesten Berlins zunächst gesperrt. Auch der Zugverkehr sei von den Verkehrseinschränkungen weiter betroffen, sagte ein Sprecher der Berliner Feuerwehr am Freitagmorgen. In einer ersten Lagebesprechung um 7 Uhr soll das weitere Vorgehen besprochen werden.

Feuerwehr will um 7 Uhr über weiteres Vorgehen beraten

Einen Tag nach Ausbruch des Feuers im Berliner Grunewald kämpft die Feuerwehr weiter gegen die Flammen und muss noch eine Reihe von Problemen lösen. Löscharbeiten rund um den Sprengplatz der Polizei, wo der Brand ausgebrochen war, sind nach Einschätzung der Feuerwehr lebensgefährlich, weil dort Munition lagert, die jederzeit detonieren könnte. Am Abend kam es zu weiteren Explosionen.

Am Freitag wolle man ab 07 Uhr über das weitere Vorgehen beraten, sagte Feuerwehrsprecher James Klein. Danach könne man vermutlich besser einschätzen, bis wann mit weiteren Beeinträchtigungen des Verkehrs zu rechnen sei.  Die Feuerwehr Feuerwehr schätzt die Lage demnach so ein, dass sich Brand nicht über den 1 Kilometer großen Sperrkreis ausbreitet. Die Brandursache ist weiter unklar – und auch, ob es zuerst brannte oder zunächst zu Explosionen kam.

Mehrere Gebäude in Vollbrand, Feuerwehr rätselt über Ursache

Die Ursache für den Brand im Grunewald ist nach Angaben der Berliner Feuerwehr nach wie vor unklar. „Das war heute hier großes Thema: Wie kann es dazu kommen?“, sagte der Sprecher der Berliner Feuerwehr, Thomas Kirstein, am Donnerstagabend in einer rbb-Sondersendung zum Großbrand im Südwesten Berlins. Kirstein wies darauf hin, dass auf dem Sprengplatz im Grunewald bereits mehrere Gebäude „in Vollbrand“ gestanden hätten, als die Feuerwehr am frühen Morgen dort eingetroffen sei.

Die Ursachenermittlung übernehme aber die Polizei. „Wir haben heute mehrere Gespräche auch mit den Sprengmeistern gehabt“, so der Feuerwehrsprecher. „Die ermitteln da auch gemeinsam mit dem LKA in alle Richtungen, die sind natürlich auch daran interessiert, wie es dazu kommen konnte.“

CDU-Chef fordert gemeinsamen Sprengplatz für Berlin und Brandenburg

Berlins CDU-Landeschef Kai Wegner hat Verhandlungen mit Brandenburg über einen gemeinsamen Sprengplatz beider Länder gefordert. Aus dem Brand im Grunewald auf und rund um den Sprengplatz der Berliner Polizei müsse man die richtigen Konsequenzen ziehen, sagte Wegner in der RBB-„Abendschau“ am Donnerstag. „So ein Sprengplatz gehört nicht in ein Naherholungsgebiet“, sagte der CDU-Landes- und Fraktionsvorsitzende. Es habe immer wieder viele Beschwerden von Anwohnerinnen und Anwohnern darüber gegeben. „Jetzt müssen Verhandlungen mit Brandenburg geführt werden. Ich hoffe, dass wir da zu gemeinsamen Ergebnissen kommen“, sagte Wegner.

„Das Entscheidende ist, dass man nicht Brandenburg sagen kann: Wir bringen euch unsere Bomben. Das wird nicht funktionieren“, so der CDU-Politiker. „Da muss Berlin auch Kosten tragen, das muss man sich teilen.“ Notwendig sei künftig eine Zusammenarbeit, was Sprengstoff und Bombenfunde angehe.

Explosionen erschüttern Grunewald, Roboter muss Einsatz abbrechen

Durch den Brand im Berliner Grunewald ist es auf dem Sprengplatz der Polizei am frühen Abend erneut zu Explosionen gekommen. Sie seien auch in 1,2 Kilometer Entfernung gut zu hören gewesen, sagte Feuerwehrsprecher Thomas Kirstein der Deutschen Presse-Agentur. Die Detonationen seien bemerkt worden, während ein Spezialroboter der Bundeswehr den Sprengplatz erkunden sollte. Der Einsatz sei deshalb abgebrochen worden. Auch anschließend habe es noch mehrere Detonationen gegeben.

„Was uns fehlt, ist eine Lageeinschätzung vom Sprengplatz“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Aus diesen Gründen habe der Sperrkreis nicht wie erhofft verkleinert werden können.

Die Löscharbeiten innerhalb der Sicherheitszone rund um den Sprengplatz, mit denen die Feuerwehr am späten Nachmittag begonnen hatte, gingen dagegen weiter, sagte Kirstein.

Umweltsenatorin Bettina Jarasch will Wald „umbauen“

Berlins Umweltsenatorin Bettina Jarasch hat Konsequenzen aus der Zunahme von Waldbränden gefordert. Deren Zahl sei in den vergangenen Jahren bundes- und europaweit gestiegen, sagte die Grünen-Politikerin am Donnerstag nach einem Besuch im Berliner Grunewald.

Katastrophen- und Bevölkerungsschutz müssten einen höheren Stellenwert bekommen, aber auch die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Forsten, die in Berlin zum Glück schon sehr gut sei. „Und wir müssen den Wald umbauen zu einem Mischwald, der mehr Feuchtigkeit speichert und nicht so leicht in Brand gerät, wie es reine Nadelwälder tun“, sagte Jarasch.

Forstamt: Ausmaß der Schäden im Grunewald ungewiss

Der Umfang des Schadens im Berliner Grunewald durch den Brand und die Explosionen auf dem Sprengplatz der Polizei sind für Forstamtsleiter Gunnar Heyne noch nicht abzuschätzen. Die Zusammensetzung des Waldes sei dort aber etwas anders als etwa in Brandenburg, sagte er am Donnerstag im RBB-Inforadio. „Wir haben da zwar auch Kiefer, aber mit sehr viel Laubholz im Unterstand und frischeren Böden, sodass sich das Feuer, ich hoffe es zumindest, nicht so schnell ausbreitet.“

Informationen dazu, wie es zu den Explosionen auf dem Sprengplatz gekommen sei, habe er nicht. Heyne sagte, es könne es sich aber nur um einen unvorhergesehenen Unfall handeln. „Bisher ist das noch nie vorgekommen“, so der Leiter der Berliner Forsten.

Verkehrschaos bleibt: Sperrungen werden vorerst nicht aufgehoben

Wie die Verkehrsinformationszentrale Berlin über Twitter mitteilt, bleiben bis auf Weiteres alle Sperrmaßnahmen im Bereich des Brandes bestehen. Das betreffe auch die Unterbrechungen im Bahnverkehr. Ein Ersatzverkehr könne nicht angeboten werden, heißt es in der Meldung.

Feuerwehr beginnt Löschangriff im Sperrkreis

Die Feuerwehr hat mit Löscharbeiten innerhalb der Sicherheitszone rund um den Sprengplatz im Grunewald begonnen. Das sagte Feuerwehrsprecher Thomas Kirstein am späten Donnerstagnachmittag. „Der Sperrkreis von 1000 Metern bleibt bestehen. Aber es ist möglich, dass wir als Feuerwehr jetzt in gewissen Bereichen bis auf 500 Meter tätig werden können“, sagte Kirstein. „Das heißt, die Löscharbeiten sind zum Teil schon angelaufen.“ Das Löschwasser sei im Vorfeld schon bereitgestellt worden.

„Jede Minute, die wir keine Detonationen hören oder auf dem Sprengplatz etwas passiert, ist eine gute Zeit für uns“, sagte Kirstein. „Wir werden jetzt mit den Einsatzkräften der Feuerwehr in Teilen bis 500 Meter rangehen können.“ Die Bundeswehr unterstütze die Feuerwehr, indem sie Schneisen im Wald anlege, von denen aus dann Löscharbeiten möglich seien. „Es ist davon auszugehen, dass das Feuer nicht über den 1000-Meter-Sperrkreis hinweggeht“, so der Feuerwehrsprecher.

Waldbrand im Berliner Grunewald: Feuerwehr-Löschfahrzeuge stehen bereit.
Imago/Christian Ender
Waldbrand im Berliner Grunewald: Feuerwehr-Löschfahrzeuge stehen bereit.

„Wir haben die Fläche jetzt neu definiert: Es sind rund 50 Hektar betroffen“, erklärte Kirstein. „Die brennen nicht alle komplett, die sind zum Teil nur verraucht.“ Die Fläche habe sich seit den frühen Morgenstunden aber deutlich ausgeweitet. „Wir sind jetzt aber guter Dinge“, sagte Kirstein. „Wir haben eine unabhängige Löschversorgung, die uns heute in den Abendstunden massiv nach vorne bringen wird.“

Die Einsatzkräfte seien seit mehr als zwölf Stunden vor Ort. „Sie werden jetzt zum Abend ausgetauscht“, sagte Kirstein. „Die Nachtschicht wird frisch hierher kommen. Wir gehen davon aus, dass wir mindestens bis in die späten Abendstunden hier tätig sein werden, wenn nicht sogar die ganze Nacht.“ Man sei nun aber guter Dinge: „Wir haben eine unabhängige Löschversorgung, die uns heute in den Abendstunden massiv nach vorne bringen wird“, führte der Feuerwehrsprecher aus. Die Löscharbeiten werden bis mindestens Freitag andauern.

Berliner Feuerwehr: Flammen nähern sich der Stadtautobahn Avus

Die Berliner Feuerwehr stellt sich darauf ein, dass sich der Brand im Grunewald ausweitet. Das Feuer laufe schon in Richtung Stadtautobahn Avus. Die Einsatzkräfte kommen noch immer nicht an die Brandherde heran.

Waldbrand und Autobahn-Sperrung: Polizei verbietet Musik-Protestaktion

Die Berliner Polizei hat die im Stadtteil Friedenau geplante Autobahnblockade von Musikern und Chorsängern kurzfristig untersagt. Als Grund nannte ein Polizeisprecher am Donnerstag die Vollsperrung auf der weiter westlich gelegenen Autobahn 115 wegen des Waldbrandes im Grunewald. Um zusätzliches Verkehrschaos zu vermeiden, müsse die A103 als weitere wichtige Route in die Berliner Innenstadt frei bleiben. Den Veranstaltern der geplanten Blockade seien neben der Autobahn zwei alternative Standorte für ihr Konzert unter dem Motto „Musizieren statt betonieren“ angeboten worden.

Ursprünglich wollte die Initiative „Lebenslaute“ ab 16.30 Uhr auf der Autobahn 103 an der Anschlussstelle Saarstraße klassische Werke unter anderem von Haydn und Schubert und andere Musik zum Besten zu geben. Die Aktion war vor allem als Signal gegen den Ausbau der Berliner Stadtautobahn und für eine ökologische Verkehrswende gedacht. Ein Sprecher der Initiative warf der Polizei angesichts der neuen Entwicklung „Willkür“ vor.

Brand breitet sich nach Südwesten aus

Die Berliner Feuerwehr geht davon aus, dass der Brand im Grunewald bis Freitag anhalten wird. „Wenn man hier eine vorsichtige Einschätzung vornimmt und wenn man das realistisch analysiert die Lage, sieht es so aus, dass wir schon damit rechnen, dass die Lage mindestens auch noch in den frühen Morgenstunden nicht beendet sein wird. Sich über die Nacht zieht“, sagte James Klein vom Pressedienst der Feuerwehr am Donnerstagnachmittag.

Der Brand breite sich innerhalb des Sperrkreises der Feuerwehr nach Südwesten aus. „Wir hatten zuerst ein Feuer am Sprengplatz, das hat sich auf drei, vier Feuer erweitert“, sagte Klein. „Wenn man jetzt sich die Drohnen- und Hubschrauberbilder anguckt, haben wir da mehrere Glutnester, die noch zu den drei, vier dazugekommen sind. Das Feuer bewegt sich in den Südwesten […] und da sind überall kleinere Glutnester.“ Die Riegelstellung können aber gehalten werden. „Da ist das Feuer noch nicht rübergekommen.“

Giffey hält Evakuierungen wegen des Brandes nicht für nötig

Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) sieht trotz des anhaltenden Brandes im Grunewald keine Notwendigkeit für Evakuierungen. „Es ist kein Personenschaden zu beklagen“, sagte die SPD-Politikerin am Donnerstag nach einem Besuch an der Brandstelle. „Es gibt keine Notwendigkeit für eine Evakuierung von Bevölkerung“, sagte sie. „Das haben wir in Brandenburg ja anders erlebt, wo ganze Dörfer evakuiert werden mussten. Das ist hier nicht der Fall, weil hier im Umkreis von zwei Kilometern niemand wohnt.“

Giffey sagte, bei dem Brand im Grunewald handele es sich um ein Ereignis, das in der Berliner Nachkriegsgeschichte einmalig sei.

Feuerwehr stellt sich auf Brandausweitung ein

Die Berliner Feuerwehr stellt sich darauf ein, dass sich der Brand im Grunewald ausweitet. „Wir haben feststellen müssen, dass das Feuer im Sperrkreis weitergelaufen ist“, sagte Feuerwehrsprecher Thomas Kirstein am Donnerstag. „Wir haben gesehen, dass das Feuer schon in Richtung Avus läuft. Damit ist jetzt zu rechnen in den nächsten Stunden.“ Es sei davon auszugehen, dass der Brand sich noch ausweite und auch die Rauchentwicklung zunehme.

„Wir sind mit Kräften weiter vorgerückt, aber das ist ein Tropfen auf dem heißen Stein“, sagte Kirstein. Es gehe darum, den Sperrkreis um den Sprengplatz der Berliner Polizei verkleinern zu können, sodass die Feuerwehr zum Löschen näher an ihn herankommen könne.

Berliner Feuerwehr: Noch keine Löscharbeiten im Sicherheitsbereich

Die Feuerwehr hat im Berliner Grunewald noch nicht mit Löscharbeiten im Sicherheitsradius von 1000 Metern rund um den Sprengplatz der Polizei begonnen. Das sagte Landesbranddirektor Karsten Homrighausen am Donnerstagnachmittag mit Hinweis auf die damit verbundenen Gefahren. „Wir haben die Vorbereitungen intensiviert, genau ab dem 1001. Meter“, sagte Homrighausen. Wenn Brände sich über den Sicherheitsbereich auszuweiten drohten, könne ihnen begegnet werden.

„Wir haben uns darauf vorbereitet mit einem massiven Kräfteaufgebot“, sagte der Landesbrandmeister. Die Löschwasserversorgung aus der Havel und der Krummen Lanke sei unerschöpflich. Das Löschwasser werde an die Einsatzstelle gebracht, bis an die Sicherheitszone.

Giffey: Wir müssen über Sprengplatz auf Berliner Stadtgebiet reden

Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey hat angekündigt, über den Standort des Sprengplatzes der Berliner Polizei reden zu wollen. „Wir müssen uns darüber Gedanken machen, wie wir in Zukunft mit diesem Sprengplatz umgehen und ob auf Berliner Stadtgebiet ein solcher Ort der richtige ist“, sagte die SPD-Politikerin nach einem Besuch im Grunewald. Giffey äußerte, sie werde auch mit Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) über die Möglichkeiten für eine Kooperation in der Metropolregion sprechen.

CDU-Fraktion: „Brand wäre vermeidbar gewesen“

In einer Pressemitteilung haben sich Frank Balzer, innenpolitischer Sprecher, und Stephan Standfuß, Wahlkreisabgeordneter aus Steglitz-Zehlendorf der CDU-Fraktion Berlin, zum Brand geäußert. Die CDU-Fraktion habe schon 2004 die Schließung des Sprengplatzes gefordert. Dieser hoch gefährliche, explosive Ort habe nichts in einem Naherholungsgebiet zu suchen, heißt es in der Mitteilung.

Zudem fordern die Politiker Konsequenzen für den Brand und die Explosion. Dafür solle eine Sondersitzung des Innenausschusses stattfinden, die Maßnahmen zur Brandprävention und Bevölkerungsschutz entwickeln solle, heißt es weiter.

Pionierpanzer rollt an

Ein Pionierpanzer der Bundeswehr kommt zur Unterstützung am Grunewald an.
dpa/Christophe Gateau
Ein Pionierpanzer der Bundeswehr kommt zur Unterstützung am Grunewald an.

Feuerwehr: Brand im Grunewald könnte uns noch tagelang beschäftigen

Die Berliner Feuerwehr stellt sich bei der Bekämpfung des Brandes im Grunewald auf einen langen Einsatz ein. Der Brand werde die Einsatzkräfte möglicherweise noch die nächsten Tage beschäftigen, sagte Feuerwehrsprecher Thomas Kirstein am Donnerstag. „Aber wir werden das Feuer löschen.“

Innensenatorin: „Sicherheit der Berliner nicht gefährdet“

Innensenatorin Iris Spranger (SPD) sieht die Sicherheit der Bewohnerinnen und Bewohner rund um den Grunewald gewährleistet. „Was für mich wichtig ist: Dass die Sicherheit der Berlinerinnen und Berliner nicht gefährdet ist und das ist hier gegeben“, sagte Spranger am Donnerstag am Ort des Einsatzes. Es gebe keinerlei toxische Gegenstände, von denen eine Gefahr ausgehen könnte. „Insofern kann ich Sie jetzt erst mal beruhigen.“ Der Sicherheitsradius von rund einem Kilometer sei auch mit Blick auf die Anwohnerinnen und Anwohner gezogen worden.

Spranger bedankte sich bei den Einsatzkräften von Feuerwehr, Polizei und Bundeswehr. Schon im vergangenen Herbst sei die Waldgegend von leicht brennbaren Materialien wie Gestrüpp oder Totholz befreit worden, so dass sich Feuer nicht so leicht ausbreiten könnten.

Feuerwehr beginnt mit Löscharbeiten

Die Feuerwehr hat mit dem Löschen des Großbrands im Berliner Grunewald begonnen. Es werde an zwei Stellen mit Wasserwerfern gelöscht, sagte ein Feuerwehrsprecher am Donnerstagmittag. Ein Roboter der Bundeswehr befahre das Gelände, zudem seien ein Polizeihubschrauber und eine Drohne mit Wärmebildkameras zur Lagebeurteilung im Einsatz. Später sollten dann neue Löschmaßnahmen beschlossen werden.

Laut Feuerwehr wurde von der Havel und dem See Krumme Lanke eine großvolumige Wasserversorgung über eine Wegstrecke von mehr als drei Kilometern mit Unterstützung eines Löschboots und diverser Fahrzeuge in den betroffenen Bereich aufgebaut. Mehr als 140 Kräfte waren demnach im Einsatz. Löschhubschrauber stehen dem Sprecher zufolge jedoch nicht zur Verfügung. Diese würden beim Waldbrand in der Sächsischen Schweiz gebraucht.

Feuer brennt auf rund 15.000 Quadratmetern

Gegen Mittag identifiziert die Feuerwehr drei bis vier Glutnester aus der Luft. „Wir können diese aber noch nicht bekämpfen, da sie in diesem Gefahrenbereich liegen“, sagte ein Feuerwehrsprecher dem Sender n-tv. Das Feuer brannte am Vormittag unkontrolliert auf einer Fläche von 1,5 Hektar, rund 15.000 Quadratmeter. Das entspricht etwa zwei Fußballfeldern.

Polizeisprecher: Keine Alternative für Sprengplatz in Berlin

Den Sprengplatz der Polizei im Berliner Grunewald gibt es bereits seit 1950. Dort würden zweimal im Jahr jeweils für mehrere Tage kontrollierte Sprengungen angesetzt, sagte ein Sprecher der Polizei am Donnerstag. Es habe immer wieder Versuche gegeben, andere Standorte zu suchen. Rund um den Sprengplatz brennt es seit den frühen Morgenstunden.

Auf dem Sprengplatz lagern Polizeiangaben zufolge rund 25 Tonnen unter anderem an Feuerwerkskörpern oder Weltkriegsmunition. Experten machen sie dort normalerweise unschädlich.

Schwarzer Rauch über Berlin.
dpa/Gerd Roth
Schwarzer Rauch über Berlin.

Polizeipräsidentin: Brandursache im Grunewald noch völlig unklar

Die Ursache für das Feuer im Berliner Grunewald ist laut Polizeipräsidentin Barbara Slowik noch völlig unklar. „Wir versuchen, so schnell wir können mit den Brandermittlern an den Ort zu kommen“, sagte Slowik am Donnerstag am Einsatzort. Zwar hätten Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Einsatzkräfte deutliche Detonationen wahrgenommen. „Aber was genau jetzt ursächlich war, das werden die Brandermittler klären.“

Feuerwehr: Roboter und Räumpanzer nähern sich dem Sprengplatz

Beim Brand im Berliner Grunewald hat die Feuerwehr eigenen Angaben zufolge drei bis vier Glutnester aus der Luft identifiziert. „Wir können diese aber noch nicht bekämpfen, da sie in diesem Gefahrenbereich liegen“, sagte ein Feuerwehrsprecher dem Sender ntv. Wegen Explosionsgefahr hat die Feuerwehr einen Sperrkreis von rund 1000 Meter um den Brandort gezogen. Rings um diesen Radius sei inzwischen eine Wasserversorgung hergestellt. Sollten sich die Flammen diesen Bereichen annähern, könnten sie schnell bekämpft werden.

Ein Räumpanzer der Bundeswehr sowie ein Roboter könnten sich bald dem Sprengplatz nähern und sollen den Einsatzkräften vom Boden aus einen besseren Überblick verschaffen.

Polizei: Hitze als Auslöser „unwahrscheinlich“

Zur Brandursache machen weder Polizei noch Feuerwehr detaillierte Angaben zum gegenwärtigen Zeitpunkt. Ein Polizeisprecher sagte gegenüber der Berliner Zeitung: „Hitze kann nicht ausgeschlossen werden, aber betrachtet man den Zeitpunkt des Ausbruchs, ist es unwahrscheinlich, dass dies der Auslöser war.“ Nach Informationen der Berliner Zeitung gilt der 1000 Meter große Sperrradius auch nach oben gen Himmel.

Franziska Giffey unterbricht ihren Urlaub wegen Brand

Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) unterbricht laut Innensenatorin Iris Spranger (SPD) ihren Urlaub. Der Brand im Berliner Grunewald ist nach wie vor ungelöscht. Die Vorsitzende der AfD-Hauptstadtfraktion, Dr. Kristin Brinker, sagt zu dem Feuer: „Die offenkundigen Sicherheitsmängel im Munitionslager im Grunewald sind ein weiterer Beweis für die gefährliche Unterfinanzierung der Berliner Polizei. Seit Jahren klagen Berliner Polizeibeamte über marode Dienststellen, fehlende Ausrüstung und asbestverseuchte Schießstände. Dieser Sparkurs fliegt uns jetzt um die Ohren.“

Weiter Knallgeräusche bei Brand im Grunewald zu hören

Auch Stunden nach dem Ausbruch des Feuers im Grunewald waren am Donnerstagvormittag weiter Knallgeräusche aus Richtung des Sprengplatzes zu hören.

Löschhubschrauber der Bundeswehr kommt nicht

Mit einem Löschhubschrauber der Bundeswehr können die Einsatzkräfte beim Feuer im Berliner Grunewald nicht rechnen. Ein solcher stehe aufgrund des Waldbrands in Sachsen derzeit nicht zur Verfügung, sagte ein Feuerwehrsprecher am Donnerstag in Berlin. Ein Polizeihubschrauber hingegen war am Vormittag im Einsatz und zunächst damit befasst, den Kräften einen Überblick aus der Luft zu verschaffen.

Womöglich lebensgefährlicher Einsatz für die Feuerwehr

Der Einsatz könne lebensgefährlich sein, sagte ein Feuerwehrsprecher. Auf dem Sprengplatz der Berliner Polizei im beliebten Ausflugsgebiet Grunewald lagert Munition, die Experten dort normalerweise unschädlich machen.

Feuer und Rauch sind am Sprengplatz im Berliner Grunewald zu sehen.
dpa/Feuerwehr Berlin
Feuer und Rauch sind am Sprengplatz im Berliner Grunewald zu sehen.

Das stellt die Feuerwehr vor große Probleme. Noch Stunden nach dem Ausbruch des Brandes kommen die Einsatzkräfte nicht an das Feuer heran. „Der Einsatz wird lange dauern“, sagte Feuerwehrsprecher Thomas Kirstein.

Evakuierungsbus steht bereit

Wohnhäuser befinden sich nicht in der Sperrzone, weshalb es noch zu keinen Evakuierungen gekommen ist. Jedoch steht nach Informationen der Berliner Zeitung ein Evakuierungsbus bereit, um Menschen, die sich in unmittelbarer Nähe zum Großbrand aufhalten, in Sicherheit zu bringen.

Der Evakuierungsbus
Berliner Zeitung/Nicolas Butylin
Der Evakuierungsbus

Berliner Senat zu Feuer im Grunewald: „Der Wald ist knochentrocken“

Trockenheit und Hitze erschweren derzeit die Löscharbeiten im Berliner Grunewald. „Der Wald ist knochentrocken“, sagte am Donnerstag Jan Thomsen, Sprecher der Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz. Die Wälder hätten sich durch die vergangenen Dürreperioden nicht erholen können. Zur Frage, wie sinnvoll ein Sprengplatz im Wald überhaupt noch sei, sagte er: „Mit den Sicherheitsfragen werden wir uns beschäftigen, wenn die Brandursache geklärt ist.“

Staugefahr auf Straßen in Zehlendorf

Die Sperrung der Avus führt dazu, dass die Umfahrungsrouten stärker als sonst belastet sind. Die Verkehrsinformationszentrale Berlin meldete am Morgen auf der Potsdamer Chaussee (B1) in Zehlendorf zähflüssigen Verkehr. Autofahrer sollten 30 Minuten mehr Fahrzeit einplanen. Auch am Vormittag zeigte die Verkehrslagekarte im Internet für Abschnitte der Potsdamer Chaussee Verkehrsbehinderungen (gelbe Markierung) und Stau (rot). Stau wurde auch vom Südende der Clayallee in Zehlendorf gemeldet.

Die gesperrte Avus
Berliner Zeitung/Nicolas Butylin
Die gesperrte Avus

Jagdschloss Grunewald bleibt wegen des Feuers geschlossen

Das Jagdschloss Grunewald bleibt aufgrund des Feuers in dem Gebiet am Donnerstag geschlossen. Gefahr für das Jagdschloss bestehe aber nicht, teilte die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg am Vormittag mit. Die Stiftung verwies auf Warnungen der Feuerwehr, das Waldgebiet weiträumig zu meiden.

Hitze macht Einsatzkräften zu schaffen

Die Hitze macht auch der Berliner Feuerwehr zu schaffen. „Die Einsatzkräfte müssen regelmäßig in Anbetracht der Wetterlage durchgetauscht werden“, so ein Sprecher der Feuerwehr gegenüber der Berliner Zeitung.

Die Einsatzkräfte müssen regelmäßig in Anbetracht der Wetterlage regelmäßig durchgetauscht werden, sagt ein Sprecher der Feuerwehr.
Berliner Zeitung/Nicolas Butylin
Die Einsatzkräfte müssen regelmäßig in Anbetracht der Wetterlage regelmäßig durchgetauscht werden, sagt ein Sprecher der Feuerwehr.

Berliner Feuerwehr: Waldgebiet bitte nicht betreten

Die Berliner Feuerwehr warnt davor, das in Brand stehende Waldgebiet zu betreten. Überdies wurde ein Sperrradius von 1000 Meter festgelegt. Der Bahnverkehr ist immer noch gesperrt.

Brand im Grunewald weiter unkontrolliert – „Das bereitet uns Sorge“

Das Feuer im Berliner Grunewald breitet sich weiter unkontrolliert aus. „Das bereitet uns Sorge“, sagte ein Feuerwehrsprecher am Donnerstagmorgen. Es gebe nach wie vor keine gesicherten Erkenntnisse darüber, wie es am Sprengplatz in dem Wald genau aussehe. Derzeit würden Aufnahmen einer Drohne und eines Polizeihubschraubers zusammengeführt und ausgewertet.

Avus bleibt wegen Grunewald-Brands wohl ganztägig gesperrt

Die Autobahn Avus in Berlin bleibt wegen des Brands im Grunewald voraussichtlich den ganzen Tag über gesperrt. Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig, teilten Polizei und Feuerwehr am Donnerstagmorgen mit. Weitere Straßen im Südwesten Berlins können ebenfalls in beiden Richtungen nicht genutzt werden – zum Beispiel die Havelchaussee und der Kronprinzessinnenweg. Dasselbe gilt für den Hüttenweg zwischen der Koenigsallee und der A115 sowie die Onkel-Tom-Straße/Koenigsallee zwischen Argentinischer Allee und Hagenstraße.

Brand im Grunewald: „Enorme Gefahr“ durch Explosionen

Die Berliner Feuerwehr geht davon aus, dass sie der Brand im Grunewald noch den ganzen Tag über beschäftigen wird. Nach wie vor bestehe eine „enorme Gefahr“ durch Explosionen und umherfliegende Trümmerteile für die Einsatzkräfte, sagte ein Feuerwehrsprecher am Donnerstagmorgen dem Sender ntv. Die Feuerwehr habe sich auf rund 1000 Meter um die Flammen herum zurückgezogen. Der Brand lodere deshalb weiter unkontrolliert.

Feuerwehr startet mit Eindämmungsarbeiten

Die Feuerwehr kommt an den Brand im Grunewald aus Sicherheitsgründen nach wie vor nicht heran – die Einsatzkräfte starteten aber Eindämmungsarbeiten. In einem Radius von 1000 Metern um das Feuer herum begannen sie damit, die angrenzenden Waldgebiete zu bewässern, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Auf diese Weise soll ein Ausbreiten der Flammen erschwert werden. Ein Löschhubschrauber sei angefordert, auch die Bundeswehr ist im Einsatz.

Ein Räumpanzer auf dem Weg zum Einsatzort.
dpa/Paul Zinken
Ein Räumpanzer auf dem Weg zum Einsatzort.

Über 100 Feuerwehr-Einsatzkräfte vor Ort

„Die Lage ist unübersichtlich“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Es sind noch immer kleine Detonationen von Sprengkörpern zu hören. Die Feuerwehr ist mit über 100 Einsatzkräften vor Ort. Dem Sprecher zufolge wurde bei der Explosion niemand verletzt. Wohngegenden sind nicht in Gefahr. „Das werden wir verhindern“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr am Donnerstagmorgen. Der Kronprinzessinnenweg, die Havelchaussee und die Autobahn sind in diesem Bereich gesperrt. Anwohner sollen Fenster und Türen geschlossen halten. Lüftung und Klimaanlagen sollen ausgeschaltet werden.

Hitze könnte Einsatzkräften zu schaffen machen

Das Feuer im Berliner Grunewald betrifft aktuell eine Fläche von etwa 1,5 Hektar, also rund 15.000 Quadratmeter. Darin sei auch die Fläche des Sprengplatzes enthalten, sagte ein Feuerwehrsprecher. Es sei davon auszugehen, dass die hohe Trockenheit in der Gegend den weiteren Verlauf des Feuers beeinflussen werde, hieß es. Die am Donnerstag erwartete Hitze werde vor allem den Einsatzkräften zu schaffen machen.

S-Bahn ist unterbrochen – Fahrgäste sollten die S1 nutzen

Der Feuer hat auch den Schienenverkehr im Grunewald lahmgelegt. Die normalerweise stark frequentierte Verbindung in den Südwesten Berlins ist unterbrochen.

Auf der S-Bahn-Linie S7 verkehren seit dem frühen Morgen zwischen Grunewald und Wannsee keine Züge. Fahrgäste, die nach Wannsee und Potsdam fahren wollen, sollten die S1 über Friedrichstraße und Schöneberg nutzen. „Ein Ersatzverkehr mit Bussen kann wegen des Sperrkreises nicht angeboten werden“, teilte die S-Bahn Berlin GmbH in ihrer Meldung von 5.12 Uhr mit.

DB leitet Regionalverkehrszüge RE1 und RE7 weiträumig um

Die Bahnstrecke durch den Grunewald ist auch für Regional- und Fernverkehrszüge gesperrt. „Voraussichtlich bis nachmittags“, wie es in der Fahrplanauskunft im Internet heißt. Busersatzverkehr gibt es ebenfalls nicht. Fahrgäste sollten sich nach Alternativen umschauen, teilte die Deutsche Bahn (DB) mit.

Die DB leitet Züge der Regionalexpresslinie RE1 zwischen Berlin und Brandenburg an der Havel weiträumig um. Sie fahren über Spandau (ohne Halt) und den Berliner Außenring. Die Stopps in Berlin Wannsee, Potsdam Hauptbahnhof, Potsdam Charlottenhof und Potsdam Park Sanssouci werden deshalb nicht bedient. Stattdessen halten die Züge im westlichen Potsdamer Stadtteil Golm, bevor sie nach Werder (Havel) weiterfahren.

Auch die Züge der Regionalexpresslinie RE7 in Richtung Bad Belzig und Dessau nehmen wegen des Feuers im Grunewald eine andere Strecke. Sie verkehren neu über Gesundbrunnen, Hauptbahnhof (tief), Potsdamer Platz und Südkreuz. Mit Ausnahme des Hauptbahnhofs entfallen die sonst üblichen Halte zwischen dem Flughafen BER und Michendorf, darunter Ostkreuz, Zoo, Wannsee und Potsdam-Rehbrücke.

BVG stellt Busverkehr auf der Havelchaussee ein

Der Busverkehr der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) ist ebenfalls betroffen. Die Busse der Linie 218, die normalerweise über die Havelchaussee verkehren, fahren nicht zwischen dem Bahnhof Wannsee und dem S-Bahnhof Messe Nord/ICC. Sie beginnen und enden stattdessen am S-Bahnhof Nikolassee, teilte die BVG mit.

Feuer auf Sprengplatz

Am Kronprinzessinnenweg in Nikolassee ist am Donnerstagmorgen ein großes Feuer auf dem dortigen Sprengplatz ausgebrochen. Es brennt der Wald und eine Lagerstätte für Fundmunition der Polizei Berlin, teilte die Berliner Feuerwehr mit. Es ist mit Explosionsgeräuschen und Belästigung durch Brandgase zu rechnen.