Berlin - 59 deutschen Soldaten kostete der Afghanistan-Einsatz das Leben. Nach Kritik wollen Bundesregierung und Bundestag den nach fast 20 Jahren beendeten Einsatz in Afghanistan nun mit einem Großen Zapfenstreich vor dem Reichstag würdigen. Eine entsprechende Einigung wurde nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur nach mehrtägigen Gesprächen erzielt.

Demnach soll es am 31. August im Bendler-Block, dem Sitz des Verteidigungsministeriums in Berlin, zunächst eine Kranzniederlegung, einen Appell und Gespräche von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit Hinterbliebenen und Angehörigen geben. Danach ist der Zapfenstreich vor dem Reichstagsgebäude geplant.

Nach dem Ende des Einsatzes in Afghanistan mehrten sich Stimmen, die eine würdigende Abschlussveranstaltung vor dem Reichstagsgebäude in Berlin forderten. Nach der Rückkehr der letzten Einheiten am 30. Juni gab es Kritik, weil kein Politiker die Heimkehrer in Empfang nahm.

Der Große Zapfenstreich ist das höchste militärische Zeremoniell der deutschen Streitkräfte und folgt einer festgelegten Abfolge musikalischer Elemente und militärischer Zeremonie mit Fackelträgern.