Berlin - Mit einem großen Gedenkakt würdigt die Berliner Politik am Mittwoch den nach 20 Jahren abgeschlossenen Einsatz deutscher Soldaten in Afghanistan. Dabei soll auch der 59 Männer gedacht werden, die dort getötet wurden oder starben. Die Polizei sperrt die Veranstaltungsorte in Berlin-Tiergarten weiträumig ab.

Bereits seit neun Uhr sind für eine Kranzniederlegung am Ehrenmal der Bundeswehr das Reichpietschufer, das Schöneberger Ufer, die Hiroshimastraße und die Stauffenbergstraße für den Verkehr gesperrt. Am Nachmittag werden an dem Gedenkort auf dem Gelände des Bundesverteidigungsministeriums Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) erwartet. Die Verkehrseinschränkung am Landwehrkanal soll bis 17 Uhr aufgehoben sein.

Teile der Straße des 17. Juni ebenfalls gesperrt

Am Abend wird der Einsatz in Afghanistan auf dem Platz der Republik vor dem Reichstagsgebäude mit einem großen Zapfenstreich gewürdigt. Dafür gibt es hier gegen Mittag die nächsten Straßensperrungen: Die Straße des 17. Juni wird in Richtung Brandenburger Tor zwischen Großer Stern und Yitzhak-Rabin-Straße nicht befahrbar sein. Auch die John-Foster-Dulles-Allee und große Teile des Regierungsviertels werden gesperrt. Gegen 21 Uhr sollen die Straßen wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Auf den Abzug von Nato-Kräften war Ende August die Machtübernahme durch die militant-islamistischen Taliban gefolgt. „Ich bin der festen Überzeugung, dass die Bundeswehr auf ihren Einsatz in Afghanistan stolz sein kann“, hatte das Verteidigungsministerium am Dienstag Ministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) zitiert. „Alle Aufträge, die das Parlament gegeben hat, wurden erfüllt. Trotzdem geht es auch darum, Bilanz zu ziehen – offen und ehrlich.“