Nach den tödlichen Explosionen in einem Kohlebergwerk im Süden Polens ist die Suche nach den verbliebenen sieben Vermissten eingestellt worden. Nach erneuten Explosionen unter Tage habe eine Analyse der Lage „uns gezwungen, die Rettungsaktion zur Evakuierung der sieben Grubenarbeiter aufzugeben“, sagte der Chef des Minenbetreibers JSW, Tomasz Cudny, am Freitag vor Journalisten. „Das ist eine sehr harte Entscheidung“, fügte er hinzu.

Nach dem Unglück in der Pniowek-Mine in der Nacht zum Mittwoch hatten die Behörden fünf Todesopfer bestätigt, darunter eine Rettungskraft. Mehr als 20 weitere Verletzte mussten demnach im Krankenhaus versorgt werden.

In dem Kohlebergwerk in Pawlowice Slawskie hatte sich nach Angaben von JSW am Mittwoch kurz nach Mitternacht in einer Tiefe von tausend Metern eine erste Methangasexplosion ereignet. Zu diesem Zeitpunkt hätten sich 42 Grubenarbeiter in dem betroffenen Bereich aufgehalten. Viele von ihnen erlitten dem Betreiber zufolge Verbrennungen. Eine zweite Explosion ereignete sich demnach, als Rettungskräfte sich unter Tage um die Verletzten kümmerten.

In der Nacht zum Freitag ereigneten sich demnach weitere Explosionen unter Tage, als Einsatzkräfte gerade versuchten, einen neuen Belüftungsschacht für die Mine anzulegen. Dabei wurden laut JSW zehn Menschen verletzt. „Es wäre verantwortungslos, Rettungskräfte in ein solch gefährliches Gebiet zu schicken“, sagte Cudny.