Berlin - Der Grünen-Bundesvorstand wird am 19. April vorschlagen, wer von den beiden Parteichefs Annalena Baerbock und Robert Habeck die Kanzlerkandidatur bei der Bundestagswahl am 26. September übernehmen soll. Das teilte Grünen-Geschäftsführer Michael Kellner den Landesvorsitzenden und dem Parteirat am Mittwoch in einem Schreiben mit, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die endgültige Entscheidung über die Kanzlerkandidatur fällt auf dem Grünen-Parteitag vom 11. bis 13. Juni.

Die SPD hatte ihren Kanzlerkandidaten, Bundesfinanzminister Olaf Scholz, bereits im August 2020 gekürt.

In der Union wird derzeit um das Nominierungsverfahren gestritten: Normalerweise hätte Armin Laschet als CDU-Vorsitzender das erste Zugriffsrecht auf die Kanzlerkandidatur. Zahlreiche Bundestagsabgeordnete der Union fordern aber, dass die CDU/CSU-Bundestagsfraktion den Kanzlerkandidaten wählen soll. Der CSU-Vorsitzende Markus Söder wiederum, dem ebenfalls Ambitionen auf die Kanzlerkandidatur nachgesagt werden, möchte in dieser Frage Bundeskanzlerin Angela Merkel mit einbinden.