Berlin - Die Vorsitzende der Grünen im Abgeordnetenhaus, Antje Kapek, hat gefordert, das Silvesterfeuerwerk in der Hauptstadt auf zwei Stunden zu begrenzen. „Es ist ausgesprochen enttäuschend, dass die Ministerpräsidenten der Länder sich nicht auf ein bundesweites Verkaufsverbot von Feuerwerkskörpern verständigen konnten“, kritisierte Kapek. Nun sei der Senat gefordert. 

Sie plädierte dafür, das Böllern Silvester nur zwischen 23 und 1 Uhr zu erlauben und nicht wie üblich zwischen 22 und 6 Uhr. „Damit können Familien ihren Traditionen nachgehen, Ausartungen bis in die Morgenstunden können so aber eingedämmt werden“, so Kapek. Außerdem forderte sie eine Ausweitung der Böllerverbotszonen, von denen es in Berlin im vergangenen Jahr drei gegeben hatte.

„Ferner wäre es hilfreich, wenn der Einzelhandel freiwillig auf den Verkauf von Feuerwerkskörpern verzichten würde, wie es einige Händler bereits angekündigt haben“, teilte Kapek mit. Sie hatte sich vor den Bund-Länder-Beratungen für ein Feuerwerksverbot eingesetzt und das damit begründet, dass sich so Krankenhäuser entlasten, Sanitäter schützen und Neuinfektionen verhindern lassen würden.