Potsam - Nach Angaben des Brandenburgischen Umweltministers Axel Vogel (Grüne) hat der der amerikanische Autobauer Tesla bislang keinen Antrag zum Bau einer Batteriefabrik am Standort Grünheide eingereicht. 

„Wenn ich nichts weiß, kann ich nichts erzählen“, sagte Vogel am Mittwoch im Agrar- und Umweltausschuss des Brandenburger Landtages. Er wisse nur das, was Tesla in den Medien verbreitet habe.

Tesla-Chef Elon Musk habe auf dem Batterie Day im vergangenen Jahr breit kommuniziert, dass die größte und tollste Batteriefabrik der Welt demnächst in Brandenburg errichtet werden solle. Aber wie die genau aussehen solle, wisse er nicht, sagte Minister Vogel. Man habe es mit unterschiedlichen Zuständigkeiten zu tun und sei nicht Herr des Verfahrens.

Produktion von Batterie-Innovationen

In der Batteriefabrik soll nach Angaben aus Branchenkreisen ein neuer Zelltyp produziert werden, der sechsmal mehr Leistung hat als bisher handelsübliche Zellen. Geplant ist danach die Herstellung von Trockenelektroden, die mit deutlich weniger Flächenverbrauch und Energieaufwand auskämen. Der Baubeginn für die Batteriefabrik ist bisher offen.

Mitte Januar war Tesla nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums die Aufnahme vorbereitender Arbeiten gestattet worden. Diese Arbeiten dürften beginnen, ohne dass die spätere Chance auf Bundesförderung verlorengehe. Das sei aber unabhängig von einer Baugenehmigung oder umweltrechtlichen Genehmigung zu sehen. Dafür sei das Bundeswirtschaftsministerium nicht zuständig.

Die Autofabrik soll nach den Plänen von Tesla im Juli mit der Produktion von Fahrzeugen beginnen – in einer ersten Phase bis zu 500.000 Autos pro Jahr mit rund 12.000 Beschäftigten.