MünsterZwei Grundschüler aus Coesfeld, die sich weigerten, in der Schule eine Maske zu tragen, wurden zu Recht vom Unterricht ausgeschlossen. Das hat das Verwaltungsgericht in Münster nun entschieden.

Die Schüler hatten der Schule mehrere ärztliche Atteste vorgelegt, wonach bei ihnen „eine schwerwiegende Beeinträchtigung der physiologischen Atem- und Kreislauffunktion“ bestehe, „die durch ständiges Einatmen von CO2-reicher Luft unter der Mund-/Nasenbedeckung“ entstehe, es „aus gravierenden medizinischen Gründen“ nicht möglich beziehungsweise nicht zumutbar sei, „eine Gesichtsmaske oder ein Face-Shield zu tragen“ beziehungsweise es „bedingt durch eine Hauterkrankung nicht möglich sei, eine Mund-/Nasenbedeckung zu tragen“.

Die Begründungen in den Attesten waren der Schule jedoch zu dünn. Sie hatte Schüler  mit sofortiger Wirkung vom Schulbesuch ausgeschlossen, solange sie keine Alltagsmaske oder von der Schule eine Befreiung von der Verpflichtung zum Tragen einer Alltagsmaske aus medizinischen Gründen ausgesprochen worden sei.

Diese Entscheidung bestätigte das Gericht nun und lehnte die gegen den Ausschluss vom Schulbesuch gerichteten Eilanträge ab. „Sämtliche vorgelegten Atteste erfüllten nicht die Mindestanforderungen an ein ärztliches Attest zur Befreiung von der sogenannten Maskenpflicht“, erklärte das Verwaltungsgericht. Die in den Attesten genannten angeblichen Gefahren seien „weder fundiert belegt“ noch werde grundsätzlich geklärt, „ob die angenommenen Beeinträchtigungen auch bei der für Grundschüler relativ kurzen Tragedauer“ zu befürchten seien. Das Tragen einer Maske werde nur ganz allgemein beurteilt, ohne einen Bezug zum Schulalltag herzustellen.

Gegen die Beschlüsse kann noch Beschwerde eingelegt werden.

(Az.: 5 L 1019/20, 5 L 1027/20 – nicht rechtskräftig)