Berlin - Angesichts der immer schwieriger werdenden Corona-Lage befassen sich Bund und Länder bereits am Dienstag mit einer möglichen Verschärfung der Maßnahmen gegen die Pandemie. An den Beratungen mit den Länderregierungschefs nimmt neben der scheidenden Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auch ihr designierter Nachfolger Olaf Scholz (SPD) teil. Neben den stetig steigenden Infektionszahlen löste auch das Auftreten der neuen Corona-Variante Omikron in Deutschland Sorge aus.

Über mögliche Beschlüsse bei den Bund-Länder-Beratungen wurde zunächst nichts bekannt. Nach AFP-Informationen handelt es sich noch nicht um die schon länger geplante Ministerpräsidentenkonferenz zur Pandemie. Diese soll bislang erst am 9. Dezember stattfinden – und damit erst nach dem geplanten Amtsantritt der neuen Bundesregierung unter Scholz.

Der designierte Wirtschafsminister Robert Habeck (Grüne) hält „deutliche Kontaktbeschränkungen“ bei hohen Infektionszahlen für nötig. Zudem müssten größere Veranstaltungen in Innenräumen, Weihnachtsmärkte und Fußballspiele mit Zuschauern „jetzt untersagt“ werden. Auch in der Gastronomie müsse es Einschränkungen geben. In der ARD brachte er am Montagabend ins Spiel, die Weihnachtsferien vorzuziehen, um Kontakte zu reduzieren. Die designierte Bildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) will Schulen und Kitas offen halten und die Weihnachtsferien nicht verschieben (mit dpa).