Gewalt und Corona: Berlin eröffnet zusätzliches Frauenhaus

Frauenhäuser und Notunterkünfte sind seit der Pandemie überfüllt. Zum Schutz von Frauen und Kindern wird in Berlin jetzt ein neues Frauenhaus eröffnet.

Immer mehr Frauen und Kinder erleben in der Pandemie Gewalt in ihren eigenen vier Wänden.
Immer mehr Frauen und Kinder erleben in der Pandemie Gewalt in ihren eigenen vier Wänden.
imago images/Westend61

Berlin- Häusliche Gewalt ist in den vergangenen Monaten so sehr gestiegen, dass Berlin ein neues Frauenhaus eröffnen will. Das hat die Senatsverwaltung am Sonntag mitgeteilt. „Wir haben bereits im April zwei Notunterkünfte geschaffen, sodass Frauen und ihre Kindern bisher gut 150 Plätze zur Verfügung stehen. Wir wollen auch dauerhaft Sicherheit schaffen und werden daher kurzfristig mit dem siebten Frauenhaus weitere 55 Schutzplätze einrichten.“, sagte Barbara König, Staatssekretärin der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung.

Die Umwandlung der Notunterkunft ins siebte Berliner Frauenhaus wird nicht zu Lasten der Berliner Notunterbringungsplätze gehen. Sie wurden zum 1. November 2020 um zusätzliche 50 Not-Plätze erweitert. Weitere sind geplant. Parallel zur Einrichtung des siebten Frauenhauses plant der Senat für 2021 die Einrichtung eines achten und für 2022 eines neunten Frauenhauses.