Werder/Havel - Die anhaltende Trockenheit ist für die märkischen Tannenanbauer nach Einschätzung des Gartenbauverbandes Berlin-Brandenburg eine Herausforderung. „Die künftigen Weihnachtsbäume wachsen aber heran“, sagte Geschäftsführer Andreas Jende auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Die Tannen und Fichten benötigten das Nass vor allem für den Triebzuwachs. Der Boden müsse dazu gut mit Wasser versorgt werden, sagte Jende. Glücklicherweise seien im Winter und zeitigen Frühjahr starke Fröste ausgeblieben. Die Wachstumsphase geht den Angaben nach noch bis Ende Juni. Ab dann läuft die Phase des Aushärtens und Durchfärbens der jungen Triebe, die Ende Juli abgeschlossen ist.

Auf dem Werderaner Tannenhof ist laut Geschäftsführer Gerald Mai Wassermangel derzeit kein Problem. „Wir versorgen die jungen Bäume aber über eine Brauchwasseranlage“, sagte er. Ohne die wäre es problematisch. Ältere und große Bäume kommen aber in der Regel selbst zurecht - zum Beispiel Nordmanntannen, die sich dank der Pfahlwurzel mit Wasser auch aus größerer Tiefe versorgen können. „Grundsätzlich wünschen wir uns natürlich mehr Niederschläge“, sagte er.

In seinem Betrieb haben die Bäume junge, helle Triebe ausgebildet, die auch für Tannenlikör oder auch Salate verwendet werden können. „Sie sehen auch toll aus“, sagte Mai. Für Rehe wären die jungen Triebe ein begehrter Leckerbissen. Doch die etwa 70 Hektar seien gut eingezäunt, damit sei der Weg zum Futter versperrt.

Nach Angaben des Landesamtes für Statistik hatten im Vorjahr im Land fast 60 Betriebe auf knapp 600 Hektar Weihnachtsbäume stehen. 2020 waren es 51 Betriebe, die 524 Hektar bewirtschafteten. Sechs Baumschulen produzieren Setzlinge auf etwa 4,2 Hektar.